Rezension: Lisa-Marie Reuter – Die Herrschaft der Xarquen

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Hallo ihr lieben,

dieses Mal habe ich etwas ganz besonderes für euch. Dieses Buch ist mein absoluter Fantasy-Liebling im Jahr 2016. Wenn ihr auf liebenswerte, abenteuerliche, etwas verrückte Fantasy steht, seid ihr bei diesem Buch absolut richtig!

Schon beim ersten Satz (nach dem Vorwort zur Übersetzung aus dem Pärlonischen) des Buches musste ich grinsen: „Schmorzo H. von Krotzenhausen“. Was für ein hübscher Name. Die Autorin entführt den Leser innerhalb weniger Sekunden in eine abenteuerlich Fantasywelt, mit einer wunderbaren Artenvielfalt und eigenwilligen, außergewöhnlichen Charakteren. Es gibt Werwölfe mit Doppelnamen (Rex-Arko Lupernus III. von Todesklau, Cora-Bella …), einen Elfer mit Fledermausflügeln, Irrwitze, Drachen, Lebewesen, die es eigentlich gar nicht mehr gibt usw. Wer auf abgedrehte Fantasy mit einer liebevollen, lustigen Geschichte steht, ist hier genau richtig.

Im Großen und Ganzen geht es um Pongo den Polizeipären, welcher in einem absolut hierarchischen System aufgewachsen ist. Doch plötzlich ist er auf sich alleine gestellt und verbündet sich mit Kiffi der Killerelfe. Sie haben ein Kästchen bei sich, das die Schreckensherrschaft der geheimnisvollen Xarquen beenden soll und hinter dem machthungrige Gegner her sind. Gemeinsam fliehen sie quer durchs Land, um das Kästchen an seinen Bestimmungsort zu bringen.

Pongo, Kiffi und die übrigen Charaktere sind super beschrieben. Es fällt kein bisschen schwer, sich in jeden Einzelnen von ihnen hineinzuversetzen. Sie sind alle absolut liebenswert und glaubwürdig. Das gilt auch für die „Bösewichte“. Für den Leser ist ihre Handlungsweise gut nachvollziehbar. Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was viel Abwechslung bedeutet und die Geschichte sehr lebendig macht.

Die Welt ist so beschrieben, dass man sie sich gut vorstellen kann, ohne, dass es langwierige Erklärungen gibt. Durch die vielen kleinen Details, die gut in die Handlung verpackt sind, bekommt man so nebenbei mit, in welcher Umgebung man sich befindet, wie die Wesen aussehen, denen man begegnet und wie sie so drauf sind.

Die Sprache des Buches ist durchgehend flüssig und beinahe komplett fehlerfrei. Ich glaube, ich bin über zwei kleinere Rechtschreibfehler gestolpert. Ansonsten lässt sich das Buch ohne jeden Stolperer oder Logikfehler lesen.

Das Buch ist von vorne bis hinten spannend. Das ist sowohl dem Plot, als auch der detaillierten Welt und den interessanten Charakteren zuzuschreiben. Mal geht es von der Geschichte her rasant voran, mal geht man mit Pongo und den anderen auf Entdeckungsreise, staunt über die Städte, die Sehenswürdigkeiten und die Natur oder trifft auf schräge Vögel und hört sich deren Geschichte an. Wer wollte nicht schon immer mal wissen, wie ein Drache mit generalisierter Angststörung sein Leben verbringt?

Mich hat lange kein Buch mehr so begeistert wie „Die Herrschaft der Xarquen“. Es ist erfrischend anders und macht einfach Spaß. <3

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