Rezension: Rike Moor- Im Schatten des Jaotar

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im-schatten-des-jaotar Klappentext:
Tief im Regenwald von Onar liegt die Heimat der Manori. Eines Tages finden Späher zweier befreundeter Stämme die Spuren einer gefährlichen Kreatur, dem Jaotar, in ihren Territorien. Kurz nach dem beunruhigenden Fund breitet sich eine merkwürdige und unbekannte Krankheit aus. Dennoch beginnt eine schicksalsbehaftete Jagd auf die Bestien des Regenwaldhochlandes. Unter den ausgesandten Krieger, Jägern und Spähern beider Stämme befinden sich auch Nairi und Yriiel, zwei junge von Grund auf verschiedene Manori.

Während Nairi bereit ist verbotenerweise Magie einzusetzen, lehnt Yriiel diese strikt ab. Als ihre unterschiedlichen Ansichten aufeinanderprallen, entsteht ein Strudel aus Pflichtgefühl, Heimlichkeiten und unerwarteter Zuneigung. Zu allem Überfluss müssen nicht nur die beiden herausfinden, dass die Jaotare ihr kleinstes Problem sind und sie einer Gefahr gegenüberstehen, der sie ohne Magie nicht gewachsen sind.

Meine Meinung:

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von der Autorin über die Facebookgruppe „Reziliebe“ bekommen.

Ich habe mich anfangs etwas schwer getan, in die Geschichte zu kommen. Die Autorin wechselt immer wieder zwischen den Schauplätzen der beiden Manori-Stämme. Und auch, wenn die Namen genannt werden und man eigentlich wissen könnte, wo man sich gerade befindet, habe ich mich tatsächlich schwer getan. Vielleicht, weil bei beiden Gruppen ähnliches zeitgleich passiert? Ich weiß es nicht. Nach einer Weile bin ich aber in die Geschichte hinein gekommen und fand sie von da an ganz gut.
Auch mit den Charakteren bin ich nicht direkt warm geworden. Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich in sie einzufühlen. Nairi und Yriiel sind eigentlich ganz nette Personen – wenn man sie erstmal etwas besser kennt. Doch dann hatte mich die Geschichte gepackt und ich wollte wissen wie es weiter geht.
Positiv ist zu sagen, dass es durchweg recht spannend bleibt. Es gibt einige Fragen, die lange offen bleiben, aber nach und nach gelöst werden.
Etwas unrealistisch ist, wie „gut“ und „einfach“ Nairi, Yriiel und der Rest ihrer Truppe durch ihr Abenteuer gelangen. Ihnen werden zwar immer wieder Steine in den Weg gelegt, trotzdem haben sie wenig Verluste auf ihrer Seite zu beklagen.
Die Welt ist schön beschrieben. Man kann sich die verschiedenen Schauplätze zwischen den Baumriesen, im Urwald usw. gut vorstellen. Auch die magischen Elemente (Pflanzen, verwoben mit den Manori, magische Kristalle …) passen in das Setting und in die Geschichte.

Sprachlich ist das Buch okay. Mitunter holpert es etwas und es gibt Passagen, in welchen sich vermehrt Fehler finden lassen. Für ein (wie ich vermute) unlektoriertes Erstlingswerk finde ich es aber noch okay.

Das Buch bekommt von mir eine vorsichtige Leseempfehlung. Es ist nett zum zwischendrin in der S-Bahn lesen. Leichte, einfache Unterhaltung.

 

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