Schreibkick #38: Inspiration

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Hallo meine lieben,

als ich so über das diesmonatige Schreibkick-Thema nachgedacht habe, habe ich mir die Frage gestellt, woher wir Autoren eigentlich unsere Inspiration nehmen. Da gab es eigentlich nur eine einzige, naheliegende Antwort: Musen.
Aber wie geht es eigentlich den Musen damit, dass wir sie als reinen Quell der Kreativität nutzen, sie aber sonst kaum beachten? Was wissen wir denn ansonsten von ihnen? Was sind ihre Hobbys? Welche Musik hören sie gerne? Was ist ihr Lieblingsessen? Meine eigene Muse habe ich während eines NaNoWriMos sogar häufiger zu Nicole geschickt (dir ihr viel zu viele Kekse gegeben hat, woraufhin ich dann die Dumme war, die sie wieder auf Diät setzen musste … 😉 ). Dass sie in diesem Monat kein Burnout erlitten hat wundert mich bis heute.
Also … wie geht es den Musen so damit, auf diese einzige Aufgabe reduziert zu werden?

Rückkehr der Muse

Autor: Hey, wo warst du?
Muse: Hallo erstmal.
Autor: Ja hi. Und? Hast du mir was interessantes mitgebracht?
Muse: Das ist ja wirklich mal wieder typisch.
Autor: Was denn?
Muse: Fragst du dich auch eigentlich manchmal, wie es mir geht? Was ich sonst so mache?
Autor: Du kamst so beschwingt hier rein, da dachte ich …
Muse: Ja ja ja, jetzt komm mir nicht so. Du hast ja nicht mal vom Computer aufgesehen. Weißt du eigentlich, wie das ist, rein aufs Inspirieren reduziert zu werden? Das ist doch nicht das Einzige, das uns ausmacht!
Autor: Ähm … das tut mir leid, aber können wir da vielleicht später drüber reden, ich bin hier gerade an der Szene …
Muse: Mir fallen die Ideen auch nicht einfach so zu. Es ist harte Arbeit, sich farbenprächtige Kulissen, tiefgründige Charaktere und mysteriöse Antagonisten auszudenken. Von Spannungsbögen, die in eure neumodischen 7-Punkte-Strukturen passen ganz zu schweigen.
Autor: Okay, ist ja gut. Ich dachte immer, das macht dir halt Spaß.
Muse: Ja, tut es auch. Sonst würde ich den Job nicht machen. Aber es wäre dann doch nett, wenn ihr Autoren auch mal etwas aufmerksamer wärt. Mal habt ihr nichts zum Schreiben da, dann seid ihr zu müde, um die Ideen mitzuschreiben, euch ist zu kalt, ihr habt Hunger und verwechselt diese ganzen Ausreden einfach mit der Angst davor, bei der Umsetzung unserer Ideen zu scheitern. Euch zu inspirieren ist schwerstarbeit. Das ist frustrierend!
Autor: Schreiben ist halt auch nicht leicht. Aus euren bruchstückhaften Impulsen ganze Geschichten zu machen ist schon eine Herausforderung.
Muse: Ja klar! Könnten wir es besser, würden wir Musen die Bücher selber schreiben.
Autor: Da ist was dran.
Muse: Weißt du, was das Unwort des Jahres 2016 unter Musen geworden ist?
Autor: Was denn?
Muse: Plotbunny.
Autor: (schmunzelt)
Muse: Was ist daran lustig?
Autor: Das ist doch nett gemeint.
Muse: Kommt aber nicht immer so nett rüber.
Autor: Okay, okay. Tut mir leid. Komm erstmal an, nimm dir einen Keks, schenk dir einen Kaffee ein, ruh dich aus. Ich versuche, so lange an der Szene hier weiter zu kommen
Muse: Gut.
(Muse geht drei Schritte, dreht sich dann wieder um)
Muse: Aber weißt du was? Ich muss dir vorher schnell noch von meiner Idee erzählen …

Diesen Monat waren dabei:
Eva
Nicole
Vro

Das Thema für den 01.03. lautet: Frühlingsblüten

3 Kommentare zu “Schreibkick #38: Inspiration

  1. […] Sabrina […]

  2. Hallo Sabi,

    da hat die Muse Recht, es ist nicht immer einfach, nur auf sein größtes Talent reduziert zu sein. Meine meint gerade, Plotbunny klinge wie Betthäschen. Eh nett, aber auch abwertend irgendwie. Sage nicht ich. Sagt meine Muse.

    Herzliche Grüße,
    Veronika

  3. Liebe Sabi,

    herrlich!!! 😀 Was habe ich beim Lesen gelacht! Ich bin so froh, dass Du die Gedankenwelt der Musen ergründet hast. Die Armen! Und wie schön, dass ich nicht die einzige bin, die Musen mit Keksen füttert! 😉

    Na toll, nun hat mir meine über die Schulter geschaut und will auch mehr Beachtung und… mehr Kekse! 😉

    Liebe Grüße <3
    Nicole und die unverstandene Muse

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