Die Gruselmeer Autoren #5: Tinka Beere/Marija Kraujas

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Halli hallo,

heute ist es so weit: Das Gruselmeer wird veröffentlicht! Greift zu, schnappt es euch! Taucht mit uns ein in die unaussprechlichen, düsteren Grausamkeiten, die sich unter der brodelnden Oberfläche zutragen … oder so ähnlich 🙂

Über das Cover gehts zum Buch. Aber bleibt doch vorher noch einen Moment, um Tinkas Worten zu lauschen … äh lesen.

Denn zur Feier des Tages soll unsere Chefin, Herausgeberin, Redakteurin, Lektorin und Freundin <3 Tinka Beere zu Wort kommen. An dieser Stelle muss ich ein dickes DANKE loswerden, für ihre tolle Art, das Team zusammenzuhalten, sich geduldig um den ganzen Orgakram zu kümmern und auch die Ideen des Teams gerne anzunehmen und umzusetzen. So macht Zusammenarbeit einfach Spaß 🙂

Jetzt aber genug des Gefasels … hier kommt das Interview mit Tinka, ich geh so lange meine Schleimspur aufwischen 😉

Autorenvita: Mein Traum war es schon immer, Autorin zu sein. Ich malte mir in den tollsten Farben aus, wie es sein würde, in meinem Haus am Meer zu sitzen und Geschichten zu schreiben. Doch der schönste Traum wird sich nicht durch Träumen allein erfüllen – Ich begann, diesen Traum zu leben. Nach und nach merkte ich, dass noch ein weiterer Herzenswunsch in mir ruhe: Ich möchte anderen helfen, ihr Traumleben zu verwirklichen.

Im Januar 2014 gründete ich die Facebook-Gruppe „Writers‘ Inn“, in der sich Autoren und kreative Menschen austauschen und gegenseitig inspirieren können. Dort begleite ich jeden Schreibmonat, um andere Autoren zu motivieren. Die Gründung des Online-Magazins „Schreibmeer“ im Juni des folgenden Jahres war nur ein logischer Schritt, denn ich wollte mehr Motivation und Inspiration gespickt mit Informationen über das Schreiben geben. Im Herbst 2016 veröffentlichte ich meinen Ratgeber „30 Tage Schreibchallenge“, um meine NaNo-Hasen noch mehr unterstützen zu können.

Seit 2013 blogge ich in meiner Teestube über Bücher und ihr Schreiben.

meine Webseite: www.tinkabeere.com

Erzähl mal Tinka, worum geht es in deiner Geschichte „Carnivorenexpress“?

In den letzten Wochen verschwinden wieder Menschen im Uralgebirge. Die junge Journalistin Darja macht sich mit der Transsibirischen Eisenbahn auf den Weg nach Jekaterinburg, um herauszufinden, was mit ihnen passiert ist. Schon auf der Reise muss sie sich ihrer größten Angst stellen und kommt des Rätsels Lösung näher als ihr lieb ist.

Das klingt ja schon mal spannend. Wie bist du denn auf die Idee für deine #Gruselmeer-Kurzgeschichte gekommen?

Tatsächlich ist mir die Idee in einem Traum vor ein paar Jahren gekommen, der mich selbst total gegruselt hat. So sehr, dass ich eigentlich Angst davor hatte, diese Idee in einem ganzen Roman zu verwursten – außerdem ist das Genre doch ein komplett anderes, in dem ich eigentlich schreiben wollte. Da hat es sich einfach angeboten, einmal das neue Genre auszuprobieren und dann um die Idee, die immer in meinem Kopf geblieben ist, herauszulassen.

Verarbeitest du häufiger Träume in deinen Geschichten?

Ja, sehr oft. Auch Tagträume gehören dazu. Ich komme auf die meisten Ideen meiner Geschichten, indem ich einfach meine Gedanken schweifen lasse und mir „was wäre wenn“-Szenarien ausmale. Beim Schreiben träume ich übrigens auch. Ich habe Bilder vor Augen und schreibe mit, was passiert. Das ist auch eine tolle Methode, wenn ich einmal nicht weiter komme: Ich schließe die Augen und lasse in Gedanken einen Film von dem, was als nächstes passiert, ablaufen.

Verrätst du uns den ersten Satz deines Textes?

„Etwas Warmes und Weiches streifte meine Hand. „

Da bekommt man direkt eine Gänsehaut. Was brauchst du um in die Richtige Stimmung für Gruselgeschichten zu kommen?

Meistens höre ich Musik. Wichtig ist dabei, dass sie zur Stimmung passt, damit ich mich in die Situation einfühlen kann. Außerdem hat meine Schreibmusik sehr oft keinen Text. Für die Geschichte „Carnivorenexpress“ habe ich mir eine Playlist auf Spotify erstellt, in die man hier gern mal reinhören kann: https://open.spotify.com/user/tinkabeere/playlist/7Db7n5wED0jgfuTkMyAXOU 

Was schreibst du sonst so?

Das meiste, was ich im Moment schreibe, sind tatsächlich Artikel fürs Schreibmeer. Daneben habe ich aber noch dutzende andere Projekte. Zum einen gibt es meine Ratgeber für Autoren. Ende diesen Jahres erscheint übrigens wieder etwas für Autoren von mir (#Projekt2018). Und zum anderen schreibe ich gerne fantastische Geschichten, die in anderen Welten oder in einer dystopischen Zukunft spielen. Wie mein Lesegeschmack auch, möchte ich mich nicht allzu sehr festlegen, daher schreibe ich einfach das, was mich begeistert – egal, in welchem Genre oder welche Form es hat. Tendenziell darf es aber eher lang sein: Gedichte und Kurzgeschichten sind eigentlich nicht so meins.

Woran arbeitest du aktuell?

So langsam geht es nicht nur mit dem #Gruselmeer, sondern auch mit meinem #Projekt2018 in die heiße Phase. Wie schon erwähnt wird es wieder in die Richtung „Ratgeber für Autoren“ gehen.

Was darf für dich beim Schreiben auf keinen Fall fehlen?

Genügend Zeit. Ja, es klingt paradox, wenn ich doch in meiner „30 Tage Schreibchallenge“ schreibe, dass man schon mit 10 Minuten am Tag etwas reißen kann. Aber ich bin eher der gemütliche Typ, vor allem beim Schreiben möchte ich mich ungern hetzen und statt der 10 Minuten nehme ich mir am liebsten mindestens 20 Minuten Zeit – aber die auch nicht, bevor ich irgendwo hin muss 😀 Ich habe so einfach keinen Kopf fürs Schreiben (fürs Lesen und andere Dinge aber auch nicht 😀 ).

Der Rest ist dann einfach Bonus. Eine duftende Kerze, eine Tasse Tee, stimmungsvolle Musik – manchmal geht Musik aber auch gar nicht 😀 Ich bin beim Schreiben wie auch im Leben eher ein wechselhafter Typ ^^

Wenn du so ein wechselhafter Typ bist und so viele Interessen hast. Hast du einen Tipp für uns, wie es gelingt, trotzdem an einer Sache dranzubleiben und diese fertig zu bekommen, anstatt 100 halbfertige Projekte in den Schubladen zu haben?

Haha, das ist eine echt gute Frage. Ich selbst versuche immer noch herauszufinden, wie das geht. Einen echten Geheimtipp habe ich also nicht. Allerdings sehe ich viele Dinge positiv. Manche Geschichten müssen auf dem Blatt Papier vielleicht nicht beendet sein, um ihren Sinn erfüllt zu haben. Sie sind möglicherweise nur dazu da, um zu üben oder um zu schauen, ob diese Idee funktionieren kann. Ich glaube, das Schreiben oder allgemein die verschiedenen Projekte sollten mir Spaß machen. Muss ich mich selbst zwingen, etwas zu tun, verliere ich zu schnell wieder das Interesse daran. Nicht jede Geschichte ist für die Öffentlichkeit bestimmt, manch eine ist nur für mich – es macht übrigens sehr viel Spaß, sich an die Orte zu träumen, die man nur selbst kennt 😉

Welche Bücher liest du selbst gerne?

Beim Lesen von Büchern bin ich über die letzten Jahre anspruchsvoller geworden. Ein Buch muss mich begeistern, es muss irgendwie neuartig sein, mich weiterbringen. Ich liebe Bücher, die mich zum Nachdenken und Überdenken bringen, die mich fassungslos zurücklassen und tief bewegen.

Welches Buch hat dich denn zuletzt zum Nachdenken gebracht?

„Die Farm der Tiere“ von George Orwell.

Wo findet man dich im Netz?

Auf Facebook, Twitter und Instagram bin ich unter dem Namen Tinka Beere zu finden – Instagram ist fast zu meiner zweiten Online-Heimat geworden. Dort tobe ich mich besonders gern in den Stories aus. Außerdem blogge ich auf tinkabeere.blogspot.com und informiere über meine Projekte auf meiner Webseite tinkabeere.com. Darüber hinaus gibt es unregelmäßig und je nach Laune Youtube-Videos von mir und auch auf Pinterest sammle ich fleißig Ideen für meine Projekte und Inspirationen für alles Mögliche.

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