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Stürmische Geschichten

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Hallo ihr lieben,

in den letzten Wochen und Monaten haben wir von den Wortstürmern liebevoll etwas für euch „gebastelt“. Eine wunderhübsche Anthologie, in der es ganz schön windig wird.
Ab heute ist sie endlich zu haben. Und zwar ganz und gar gratis. Also nutzt die Gelegenheit, ein paar tolle neue Autoren kennenzulernen und euch von den Winden in unentdeckte Gefilde wehen zu lassen.

 

Worum geht es?

Wenn Äste sich im Wind biegen, Häuser knarren, Blätter wirbeln oder zuhause die Fetzen fliegen, sind stürmische Zeiten angebrochen. In diesen Geschichten wird es turbulent, magisch und äußerst windig. Also haltet euch fest und zieht eure winddichten Jacken an.
Dass man auch bei einem Betriebsausflug nicht vor Sturm gefeit ist, muss eine junge Angestellte feststellen, während ein Seemann noch nicht mal im Mindesten ahnt, wie schicksalhaft die (nicht-)Einhaltung eines Versprechens sein kann. Ein rätselhafter Fremder hat die Fähigkeit Träume zu beeinflussen und eine Junghexe muss sich auf eine gefährliche Reise begeben, um sich zu beweisen. In einer Mühle wird kein Mehl gemahlen, stattdessen befindet sich darin etwas Magisches. Vea wird von ihrem Vater endlich als Tochter anerkannt, doch die Freude währt nicht lange, während Melissa durch einen Autounfall auf ein Piratenschiff katapultiert wird.
Bei diesem Wetter ist einfach alles möglich … haltet eure Regenschirme bereit!

Es haben sich sieben tolle Autorinnen mit einer Geschichte beteiligt:

Stürmischer Betriebsausflug – Lotte R. Wöss
Ein Betriebsausflug ist leicht zu organisieren, denkt Petra. Doch mit dem Sturm, der danach über sie hinwegfegt, hat sie nicht gerechnet.

Versprechen sollte man halten – Jeanette Lagall 
Ein Seemann kämpft lange mit sich, ob er das einem Freund gegebene Versprechen einhalten soll oder nicht. Doch die Entscheidung ist schicksalhaft.

Der Albtraumjäger – Melike Yasar 
Eine junge Frau, die seltsame Träume erlebt, begegnet eines Tages einem Mann, der diesen Träumen Einhalt gebietet. Doch wer ist dieser Mann, der mysteriös zu sein scheint und woher kommt er?

Sturm – Anja Berger 
Für Vea geht ein Traum in Erfüllung, als ihr Vater sie offiziell als seine Tochter anerkennt. Die Realität holt sie jedoch rasch ein, als sie begreifen muss, dass dies nicht aus Liebe geschah. Der neue Herrscher des Landes verlangt ein Kind jedes adeligen Hauses als Geisel, um das Wohlverhalten der Fürsten sicher zu stellen …

Der Spiegel der Verdammten – Lisa Darling 
Um dem Hexenrat beitreten zu dürfen, muss die Junghexe Esther eine gefährliche Reise antreten, von der vor ihr niemand je wieder gekehrt ist.

Die Windmühle – Sabi Lianne 
Ronisa ist auf der Suche nach einer Lehre und entscheidet sich für die geheimnisvolle Mühle, vor der sie schon ihre Großmutter gewarnt hat. Schnell stellt sie fest, dass dort kein Mehl gemahlen wird.

Das Meer der Angst – Karin Kaiser
Ein Autounfall katapultiert Melissa in eine völlig andere Welt – auf ein Piratenschiff, dessen Kapitän John Darrow ihr verkündet, er bringe sie auf eine geheimnisvolle Insel, wo über ihr weiteres Schicksal entschieden wird. Eine abenteuerliche Reise beginnt …

Kategorie: Alltägliches

Schreibkick #52: Sanfte Frühlingslüftchen und eisige Winde

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Hallo ihr lieben,

es ist wieder so weit: Schreibkick-Zeit! Den letzten habe ich verpasst, aber ich habe es zeitlich einfach nicht geschafft obwohl ich schon eine Idee hatte.

Dafür wünsche ich euch jetzt aber viel Spaß beim aktuellen Schreibkick. Danke Eva für das Thema!

Ach ja: Frohe Ostern euch allen!!!

Sanfte Frühlingslüftchen und eisige Winde

Ich lief über die kantigen Klippen der Insel, darauf bedacht, nicht an einer der scharfen Spitzen hängenzubleiben. Unter mir donnerte das Meer gegen den Stein. Hin und wieder benetzten zarte Tropfen der Gischt mein Gesicht und meine dunkelbraunen, schulterlangen Haare. Ich mochte das Gefühl des frischen Sprühnebels auf meine Haut.
Ich sah mich um, ließ meinen Blick über den Fels, das öde Grasland und das Dorf, welches ich in weiter Ferne nur noch erahnen kommte, schweifen. Niemand war zu sehen. Ich war ganz alleine.
Erleichtert ließ ich mich auf einem etwas abgerundeten Felsen nieder und zog das bunte Windrad, das meine kleine Schwester einige Wochen zuvor in der Schule gebastelt hatte, aus meinem Umhang. Dann stellte ich es in eine Kerbe im Felsen und befestigte es mit herumliegenden Steinen so, dass es mit der Vorderseite in meine Richtung zeigte. Es begann augenblicklich, sich im leichten Abendwind langsam zu drehen.
»Also gut, dann mal los«, murmelte ich vor mich hin und versuchte, mich zu konzentrieren. Ich spürte den Wind in meinen Haaren, wie er sie sanft umspielte, ganz zart an meinem Umhang, der einen Großteil davon abfing und ließ ihn durch meine leicht geöffneten Finger streichen. Dann führte ich in meiner Vorstellung alles zusammen. Ich hätte niemandem erklären können, was ich da tat und wie es funktionierte. Ich machte es einfach. Es war, als würde sich der Wind in meinem Körper verfangen, wie in einem Netz und als könnte ich den gesammelten Wind dann zielgerichtet wieder ausströmen lassen.
Ich richtete meine Hände auf das Windrad und konzentrierte mich darauf. Der Wind strömte langsam, aber immer sicherer durch meine Handflächen. Er fühlte sich kühler an, als die mich umgebende Luft. Fast eisig, doch es tat nicht weh.
Das Windrad drehte sich schneller und immer schneller, je besser ich die Windenergie kanalisieren konnte. Ich lächelte in mich hinein. So leicht war es mir noch nie gelungen. Ich versuchte, die Strömung weiter zu verstärken, doch das Rad drehte sich nur rückartig schneller, wenn es mir gelang, einzelne, stärkere Böen auszustoßen. Auf einmal traf mich eine warme, sommerliche Bö am Hinterkopf. Erschrocken hielt ich inne und ließ meine Hände sinken. Sofort wurde das Windrad vor mir langsamer. Ein solch warmer Wind passte nicht hierher. Ich wirbelte herum. Wenige Meter hinter mir stand ein blonder Junge mit Sommersprossen auf den Wangen und grinste mich an. Er musste ungefähr in einem Alter sein: Zehn oder elf.
»Du kannst es also auch«, stellte er fest.
Ich runzelte die Stirn. »Was meinst du?«
Bisher hatte ich niemandem von meinen neuen Fertigkeiten erzählt.
»Das mit dem Wind«, sagte er, als wäre es etwas ganz Alltägliches.
Nachdenklich biss ich mit auf die Unterlippe. Ich überlegte, woher ich den Jungen kannte. »Du bist der Sohn vom Bäcker, oder?«
»Ja. Ich heiße Iskar.«
»Und du kannst auch den Wind lenken?«
Die Sache gefiel mit nicht. Bisher war ich die Einzige gewesen, die das konnte. Und das war was Besonderes. Ich hatte etwas nur für mich. Was, wenn nun jeder diese Fähigkeiten entwickeln würde? Außerdem hatte ich nun einen Mitwisser, von dem ich nicht wusste, ob ich ihm trauen konnte. Meine Oma erzähle mir immer wieder Geschichten aus grauer Vorzeit, in der Hexen gejagt und verbannt wurden. Inzwischen gab es angeblich keine Magie mehr in der Welt und ich wollte sicherheitshalber erst richtig gut werden, bevor ich jemandem davon erzählte.
Iskar nickte auf meine Frage hin. »Ich habe es im Winter gemerkt, als in unserem Haus zwar das Feuer im Kamin brannte, ich auf dem Sessel gegenüber aber trotzdem noch fror. Da wünschte ich mir, die warme Luft würde zu mir rüber wehen. Und das tat sie dann auch. Ich dachte zuerst, es sei ein Windstoß gewesen, doch zum Spaß probierte ich es immer weiter aus und es klappte.«
»Hast du irgendwem davon erzählt?« Meine Stimme klang drohender, als ich es beabsichtigt hatte.
Iskar verzog das Gesicht. »Nur meiner Zwillingsschwester, aber die hat mir nicht geglaubt und mich ausgelacht. Sie hielt es für einen meiner Streiche.«
»Gut. Dann sag es auch keinem!«
»Von dir brauche ich mir garnichts sagen zu lassen.«
Da hatte er Recht. Trotzdem machte mich sein freches Grinsen wütend.
»Früher wurden Hexen verbrannt. Ich will nicht auf dem Scheiterhaufen landen.«
Jetzt lachte Iskar. »Ja, früher. Aber hier auf der Insel kennen sich doch alle, also warum sollten sie uns verbrennen. Und selbst wenn wir auf dem Scheiterhaufen landen, dann pusten wir das Feuer eben mit unserer Magie wieder aus, wie eine Kerze.« Er machte ein paar wilde Gesten, die offenbar darstellen sollten, wie er das Feuer mit seiner Windmagie ausblies.
»Du überheblicher Schwachkopf«, platzte es aus mir heraus.
»Angsthase«, schrie er mit grimmigem Gesicht zurück.
Ich starrte ihn ärgerliche an, spürte den Wind, fühlte, wie er sich verfind und sandte ihn dann mit einer schnellen Handbewegung zu Iskar.
Es sah aus, als hätte ihn ein Schlag getroffen, der ihn zu Boden gehen ließ. Er landete auf dem Rücken.
Etwas erschrocken realisierte ich, dass ich ihn eben angegriffen hatte.
Iskar begann zu weinen. Schnell lief ich zu ihm hinüber. Hoffentlich war er nur eine Memme und ich hatte ihn nicht ernsthaft verletzt. Als ich näher kam, hörte ich, dass ich mich getäuscht hatte. Er lag im Gras, kicherte und grinste mich an.
»Na siehst du, so lange du mit mir verbrannt werden sollst, kann uns beiden nichts passieren.«
Ich spürte, wie gegen meinen Willen der Ärger verrauchte und auch ich anfangen musste, zu kichern. Vor mich hin gluckselnd war ich mich neben ihn ins Gras.
Nach einiger Zeit beruhigten wir uns. Er drehte sich zu mir und stützte seinen Kopf auf den Händen ab. Erst jetzt fielen mir seinen schönen grünen Augen auf, die mich interessiert musterten.
»Wie heißt du eigentlich?«, fragte Iskar.
»Marla.«
Er schaute mich noch einen Moment an, dann ließ er sich wieder auf den Rücken ins Gras fallen. »Was denkst du, warum wir das auf einmal können?«
»Ich habe keine Ahnung.«
Iskar biss sich auf die Lippe. »Meinst du, es hat etwas mit dem zu tun, was der Händler bei seinem letzten Besuch erzählt hat?«
»Das mit dem Portal?«
»Ja.«
Ich überlegte. Der Händler, der die Insel regelmäßig mit allem versorgte, das sie nicht selbst anbauen konnten und im Gegenzug jede Menge Fisch mitnahm, hatte erzählt, dass auf dem Festland irgendwo angeblich ein magisches Portal reaktiviert wurde. Bisher schien das aber keine Auswirkungen zu haben.
»Ich weiß es nicht. Oder wir sind Nachfahren von Hexen und es hat uns nur noch keiner erzählt.«
»Und warum können unsere Eltern und Großeltern dann nicht hexen?« Eine berechtigte Frage. Ich zuckte mit den Schultern. »Vielleicht können sie es und wissen es nur nicht?«
Iskar schüttelte den Kopf. »Nein, das glaube ich nicht.«
Eine Weile blickten wir über die Felsen hinweg auf das Meer, dem Horizont entgegen.
»Marla?«
»Ja?«
»Wollen wir es gemeinsam herausfinden?«
Ich dachte kurz nach. »Lass uns erstmal weiter üben. Dann eines Tages vielleicht.«
»Ich habe das Gefühl, irgendwas ändert sich gerade in der Welt. Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein.«
»Nein.«
Fragend sah Iskar mich an.
»Ich spüre es auch«, antwortete ich.

Diesen Monat waren dabei:
Eva
Monika Krampl (in der facebook-Gruppe)
Veronika
Rina P.

Das Thema für den 01.05.2018 ist: Vorfreude auf Sommergenüsse

 

Diesen Monat passt zeitlich und thematisch einfach alles zusammen. Denn heute erscheint (hoffentlich im Laufe des Tages) die Wortstürmer-Anthologie „stürmische Geschichten“. Sowohl mein Beitrag in der Anthologie „Die Windmühle“, als auch dieser Text hier, spielen in derselben Welt, in der (viiiele Jahre nach den Geschehnissen in diesen beiden Kurzgeschichten), meine zukünftige Trilogie spielen soll. Ich hatte das Ganze schonmal als #ProjektSchattendrache angekündigt. Mit den Kurzgeschichten versuche ich gerade, mir einen Überblick über die Welt zu verschaffen und ihre Bewohner, so wie die wichtigsten geschichtlichen Ereignisse kennenzulernen. Wer also wissen will, was es mit dem Portal zu tun hat, über das Iskar und Marla sprechen, darf sich gerne unsere Anthologie (gratis!) holen. Ich verlinke hier im Laufe des Tages, sobald sie verfügbat ist 🙂

**Edit**
Die Anthologie kommt leider erst in den nächsten Tagen, der Osterhase ist wohl irgendwie dazwischengekommen.

Schreibkick #50: Nächtlicher Wolkenzauber

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Hallo ihr lieben,

sooo, ich habe was gezaubert. Aber nur ein winziges Haiku. Ich hatte gehofft, im neuen Jahr wieder mehr zum Schreiben zu kommen, aber mir funkt weiterhin größtenteils der Brotjob dazwischen. Ich wollte aber unbedingt mal wieder dabei sein. Die kleinen Zeilen sind während einer Autofahrt bei Nacht entstanden. Ich hoffe, sie gefallen euch in ihrer Kürze trotzdem 🙂

Wolke am Himmel
vom Wind geschickt auf Reisen
unerkannt bei Nacht

Diesen Monat waren dabei:
Veronika
Eva
Corly
Rina P.

Das Thema für den 01.03.2018 lautet: kommerzieller Valentinstag

 

Kategorie: Schreibkick-Texte | Tags:

Rosa Plastikschischi im Weihnachtsland

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Hallo ihr lieben,

bei einem Treffen meiner Schreibgruppe haben wir kurze 10-Minuten Texte zu ein paarzufällig ausgewählten Gegenständen geschrieben. Dabei kam bei mir was kleines, weihnachtliches heraus, das ich euch nicht vorenthalten möchte 😀 Viel Spaß!

Rosa Plastikschischi im Weihnachtsland

»Diese dämlichen … blöden … dieses doofe … rosa … künstliche Plastikschischi!« Der Weihnachtsmann rannte genervt durch die Qualitätsprüfungsabteilung seiner Geschenkeproduktion. An seinem Fuß klebten pinke Plastikfetzen.

»Seh ich schlimm aus?«, fragte der kleine Elf, den der Weihnachtsmann behutsam im Arm trug.

»Alles halb so wild«, knurrte er durch die zusammengebissenen Zähne. Er hoffte, dass der Elf die Unsicherheit in seiner Simme nicht erkannte. Sein Gesicht war grün und blau angeschwollen und über seinem rechten Auge befand sich eine üble Platzwunde, die nun eine rote Spur auf dem Boden hinterließ.

»Meinst du, wir bekommen die Schwimminselflamingos rechtzeitig fertig, Chef?«, murmelte der Elf halb bewusstlos. Das Herz des Weihnachtsmannes zog sich zusammen. Wie immer war er ergriffen von der Liebe seiner Elfen zu ihrem Job und zum Weihnachtsfest.

»Bestimmt«, sagte er, obwohl er sich nicht sicher war. Das Problem mit den Nähten in den dünnen Plastikplanen hatten sie immer wieder. Dieses Jahr war gleich der erste Flamingo, den sie getestet hatten, zerrissen. Besser gesagt, explodiert. Der kleine Elf an der Aufpumpmaschine hatte keine Chance gehabt.

Mit ihren umgerüsteten Strandballschweißmaschinen war das Problem wohl kaum in den Griff zu bekommen. Leider konnte er, als Weihnachtsmann, nicht einfach irgendwem einen Wunschzettel schreiben. Sonst hätte er sich längst eine vernünftige Industriemaschine gewünscht.

Wie schön war es gewesen, als Kinder sich nur Puppen, Schaukelpferde und Holzautos gewünscht hatten.

Mittlerweile war er mit dem Elf an der Krankenstation angekommen. Eine rundliche Elfin nahm ihm den kleinen Kerl ab. Mitleidig blickte der Weihnachtsmann dem Elfen nach, als die Krankenschwester mit ihm in einem der kleinen Untersuchungszimmer verschwand. Eines wusste er mit Sicherheit: Das Kind, welches sich als nächstes von ihm einfach nur eine Matrjoschka wünschte, würde für immer reich beschenkt werden. Egal, wie unartig es war.

Schreibkick-Special Weihnachten: Unter dem Weihnachtsbaum (und Nachtrag „Stille Straße“)

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Hallo ihr lieben,

ich wünsche euch allen frohe Weihnachten und hoffe, ihr habt ein paar entspannte, erholsame Feiertage gemeinsam mit euren Liebsten.
Letzten Monat habe ich hier ganz heimlich eine kleine Pause eingelegt. Wenn auch unfreiwillig. In einem meiner Brotjobs waren wir unterbesetzt, was zeitlich ziemlich stressig war. In dem anderen hatte ich vor Weihnachten noch eine Menge zu erledigen. Ich habe meine letzten Wochen also mit arbeiten, schlafen und essen verbracht. In meiner wenigen Freizeit habe ich Cthulhuabenteuer vorbereitet und geleitet, die schon länger geplant waren, und Gilmore Girls geschaut, wenn mein Kopf weder zum einen oder anderen noch getaugt hat (Netflix sei Dank :D). Entsprechend waren meine Ideen für den Weihnachtsschreibkick sehr geprägt von dunklen Wesen, die in den Wurzeln des Christbaumes leben könnten oder Tannennadeln, die an Heiligabend die glückliche Familie durchbohren (inspiriert durch Cthulhu), sowie Dialoge am Weihnachtstisch in feinem Hause, die nur so gespickt sind von versteckter Kritik und Vorhaltungen (Gilmore Girls). Die Gilmore Girls haben sich wohl in gewisser Weise durchgesetzt … aber lest selbst.
Vorher möchte ich hier aber noch alle Teilnehmer des Schreibkicks vom November verlinken. Das Thema war „Stille Straße“ und es sind wieder wunderbare Beiträge entstanden.
Alice Japa
Frau Vro
Rina P.
Eva
Corly
Nicole
Ich hoffe, ich habe niemanden übersehen, sonst gebt mir doch bitte in den Kommentaren schnell Bescheid 🙂

Wunschwünsche

„Schaff das Ding aus der Wohnung!“, schrie ich, als ich das grüne Monster im Eck unseres Wohnzimmer stehen sah, noch bevor ich meine Tasche und meinen Mantel ablegen konnte. Leon war gerade dabei, große rote Kugeln anzuhängen.
„Aber Susi, du …“
„Nein … ich sagte: Schaff das Ding weg.“
Er legte die Kugel aus der Hand, kam auf mich zu, legte die Arme um mich und küsste mich auf die Stirn. Ich liebte es, wenn er das tat.
„Es ist Weihnachten, Schatz. Und wir feiern so, wie wir es wollen. Gleich morgens am 24.“
„Du Rebell“, knurrte ich, schon etwas versöhnlicher.
„Unsere eigene, kleine Feier, bevor der Stress los geht. Mit Marmorkuchen, starkem Kaffee, jeder Menge Schokolade und Orangensaft.“
Ich spürte, wie mein Ärger gegen meinen Willen verrauchte. „Also gut …“ gab ich nach. „Aber wir erzählen keinem davon.“
„Ist okay.“ Er grinste. „Und jetzt mach deine Wunschliste fertig.“
„Arsch!“, knallte ich ihm an den Kopf, während ich ihm mit meiner Tasche einen Hieb versetzte.
„Dein Vater hat schon drei Mal angerufen. Demnächst schickt er die Weihnachtselfenpolizei.“
Genervt schmiss ich Mantel und Tasche in den Flur und lief in Richtung meines Schreibtischs. „Ich hasse dich“, ließ ich meinem Liebsten noch zwischen Tür und Angel zukommen.
„Ich weiß, ich dich auch“, rief er aus dem Wohnzimmer.

Schneller als erhofft, war mein PC hochgefahren. Ich stand trotzdem noch einmal auf und machte mir einen Tee. Wunschlisten, Weihnachtsbäume, Festessen. Wer brauchte diesen Mist eigentlich?
Während das Wasser im Kocher begann erste kleine Bläschen zu formen, überlegte ich, was ich alles auf meine Liste packen sollte. Ich wünschte mir eine neue Hülle für meinen Kindle. In pink. Aber das konnte nicht drauf. Das letzte Mal, als ich mir eine Handyhülle in pink gewünscht hatte, hatte ich diese zwar bekommen, aber mein Vater hatte mir zusätzlich die Freude gemacht, mich beim Auspacken zu fragen, ob das denn wirklich das richtige für mich wäre, oder ob es nicht langsam Zeit wäre, erwachsen zu werden. Pink kam also nicht in Frage.
Außerdem brauchte ich etwas Günstiges. Mein Cousin Phil und seine Frau waren äußerst sparsam. Mehr als 10 € durfte ein Geschenk nicht kosten.
Mit einer Tasse dampfenden Tees mit dem Namen Kaminfeuer, trottete ich zurück an den Schreibtisch.
Socken, tippte ich in die Suchleiste ein. Ich fand ein paar hübsche mit Schneeflocken darauf, die aber auch erwachsen genug aussahen, um hoffentlich keinen entsprechenden Kommentar meines Vaters zu verursachen.
Nachdenklich trippelte ich mit den Fingern auf der Tastatur herum. Fielen Socken in eine ähnliche Kategorie wie Staubsaugerbeutel? In meiner Verzweiflung hatte ich mir vor drei Jahren Staubsaugerbeutel gewünscht. Praktisch, erwachsen, nicht pink, und U18. Aber die waren für Phil wieder zu praktisch. In diesem Jahr hatte er mir ein selbst gebasteltes Bild aus Blättern geschenkt. „Auf der Liste waren nurnoch Staubsaugerbeutel. Das schien mir nicht richtig passend für einen solchen Anlass.“
Schnell löschte ich die Socken wieder.
Bücher … Bücher wären gut. Die würden auch für Phil passen. Aber ich las am liebsten Thriller. Nicht die blutigen Splatter, sondern die spannenden Psychothriller, in denen der Irre jederzeit im Wohnzimmer stehen und das Licht einschalten konnte, wenn man zur Haustüre rein kam. Die, in denen Intrigen gesponnen und Menschen intelligent gegeneinander ausgespielt wurden. Aber das ging nicht. Denn auch meine Mutter würde von dieser Liste bestellen. „So etwas blutrünstiges will ich einfach nicht schenken. Das ist nichts für unter dem Weihnachtsbaum“, hörte ich sie bereits in meinem Kopf jammern.
Socken, tippte ich erneut ein und packte die mit den Flocken wieder auf die Liste.
Am einfachsten wäre es, einfach jedem separat einen Wunsch zu sagen. Aber das ging nicht. Denn Geschenke sollten eine Überraschung sein (laut Oma Lucinda).
Oder sich Geld zu wünschen. Aber Geld verschenkte man ja nicht (laut so gut wie allen, außer Oma Sophia, die immer Geld verschenkte).
Thriller tippte ich ein, in der Hoffnung, etwas zu finden, das mich in den Augen meiner Mutter nicht wie eine Psychopathin wirken ließ. Aber nachdem ich mich zwanzig Seiten lang durch Cover mit blutroten Lettern, gruseligen Augen und bedrohlichen Titeln gekämpft hatte, gab ich auf. Ich probierte ein wenig mit den Suchbegriffen herum und setzte letztendlich einen englischen Spionageroman auf meine Liste. Im Stil von Sherlock Holmes. Da ging doch so weit alles gesittet zu. Und ich packte noch einen weiteren darauf, falls Onkel Phil mit dem Bestellen schneller sein sollte. Der  zweite Roman klang sogar richtig gut. Falls ich ihn nicht bekommen sollte … oder nein.
Ich nahm ihn wieder runter. Das war genau das richtige für meinen Bruder Johann. Er verabscheute das Internet. Diese online-Wunschlisten fand er doof. Wenn ich ihm den Link zur Liste schicken würde, würde er es vermutlich erst Tage später bemerken und mich dann darum bitten, ihm etwas anderes zu sagen, das nicht auf der Liste stand. Oder er würde Leon bitten, ihm etwas zu empfehlen, das ich mir wünschte. Wenn ihm dieser Wunsch dann nicht passte, würde er trotzdem zähneknirschend etwas von der Liste bestellen und Leon hatte sich umsonst das Hirn zerbrochen. Aber dieses Jahr war ich vorbereitet.
Die Tür unseres Arbeitszimmers öffnete sich einen Spalt breit. „Und? Alle Wunschwünsche erfüllt?“
„Neieiein“, jammerte ich. „Das ist komplizierter als Integralrechnung. Bitte, bitte hilf mir.“
„Hm … ich weiß nicht …“ Er grinste wieder.
„Biiiiiiitteeeeee.“
„Sonst willst du doch immer so viele Dinge haben.“
„Jaaahaaa, aber vor lauter Wunschvorgaben aus unserem schrägen Wunsch-Verhaltenscodex fällt mir nichts mehr ein.“
„Du wolltest einen Brotbackautomaten und unser Spargelschäler ist verrostet. Außerdem hat uns am letzten Racletteabend bei den Nachbarn der Dekantierer so gut gefallen.“
„Oh, oh, du bist gut.“ Ich notierte mir alles auf einem kleinen Post-it. Spargelschäler passte für jeden. Brotackautomat für meine Mutter (Haushalt, praktisch und nicht blutrünstig), Dekantierer für meinen Vater (erwachsen, nicht pink). Dann schob ich Leon einen Post-it mit dem Titel meines gewünschten Spionageromans zu.
Er nickte. „Ich werde es Johann ausrichten.“
„Danke.“
Gefühlte Stunden später hatte ich noch einige andere unverfängliche Haushaltsgegenstände auf die Liste gesetzt, sowie einen Reiseführer für Korsika, wo wir unseren nächsten Sommerurlaub verbringen wollten.
Im Wohnzimmer raschelte es. Ich gähnte und fuhr den PC herunter. Vermutlich packte Leon schon die ersten Geschenke für unsere Verwandtschaft ein.
Ich stand auf und lief hinüber, um ihm zu helfen. In der Tür zum Wohnzimmer blieb ich stehen und wich zurück. Dann spickte ich wieder vorsichtig ums Eck. Leon hatte mich noch nicht bemerkt. Er war gerade dabei, eine übergroßes pinkes Etwas in Einhorn-Geschenkpapier zu hüllen. Auf dem Wohnzimmertisch lagen Bücher. Eines mit einer blutigen Axt und eines mit einem knallroten Motorradhelm darauf.
Der Baum in der Ecke war inzwischen fertig geschmückt. Neben den roten Kugeln hing dort allerlei rosa und pinker Schnickschnack. Ich musste mich bremsen, um vor lauter Freude nicht lauthals zu quietschen. Ich war mir sicher, dass in diesem Moment zwei lavendelfarbene Herzen anstelle der Pupillen in meinen Augen zu sehen waren.
Leon blickte hoch. „Verschwinde!“ rief er, und schmiss mit irgendeinem Packpapier nach mir. Quietschend verschwand ich aus der Tür, welche er hinter mir zuknallte.

Beim Weihnachts-Special waren dabei:
Veronika
Eva
Rina
Corly
Nicole

Am 01.01.2018 gehts dann weiter mit dem Thema „Jahresuhr„.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein frohes Weihnachtsfest mit leckerem Essen, gutem Wein, liebevollen Geschenken und einem zugedrückten Auge für die Macken der lieben Verwandschaft. Genießt die gemeinsame Zeit.

Außerdem natürlich einen guten Rutsch ins neue Jahr <3

Alles liebe,
Sabi

Die Gruselmeer Autoren #9: Madita Sternberg

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Hallo meine lieben,

zum Abschluss der Interviewreihe darf nun noch Madita Sternberg zu Wort kommen 🙂

Autorenvita:  Madita Sternberg wurde 1985 im schönen Land Schleswig-Holstein geboren.

Nach dem Abitur studierte sie Diplom Informatik an der CAU Kiel mit Nebenfach Psychologie und arbeitete anschließend in der Internettechnik eines großen Anbieters.

Sie schreibt schon seit ihrer Kindheit Geschichten und wagte sich mit 16 Jahren an ihre erste Fantasy-Trilogie. Nach der Geburt ihres Sohnes ergriff sie die Chance sich als Autorin und Illustratorin selbstständig zu machen.

Erzähl mal Madita, worum geht es in deiner Geschichte „Der Ring des Raxoth“?

Es geht um eine junge Frau, die nach Salem gefahren ist, um ein Erbstück ihres verstorbenen Großvaters abzuholen. Schnell merkt sie, dass es sich dabei nicht um ein gewöhnliches Schmuckstück handelt. Als sie sich, nach ersten Turbulenzen, in Sicherheit glaubt, bricht endgültig das Chaos aus.

Wie bist du auf die Idee für deine #Gruselmeer-Kurzgeschichte gekommen?

Als wir uns im Schreibmeer darauf einigten, eine Halloween-Anthologie zu machen, war mir als riesiger Lovecraft-Fan natürlich sofort klar, dass meine Geschichte davon inspiriert sein sollte. Und so durften auch das grüne Leuchten und die beliebten Tentakel nicht fehlen.

Verrätst du uns den ersten Satz deines Textes?

„Joan ging mit schnellen Schritten über die Straße. Sie wollte den nächsten Zug noch erwischen, um nicht den halben Abend wartend auf einem fremden Bahnhof zu verbringen.“

Was machst du beim Schreibmeer normalerweise?

Im Moment betreue ich den Twitteraccount und schreibe wieder an ersten neuen Artikeln. Das regelmäßige Artikelschreiben musste ich letztes Jahr aus persönlichen Gründen pausieren.

Was schreibst du sonst so?

Mein Herz schlägt für Fantasy und so enden die meisten Projekte in diesem Genre, auch wenn sie in einem anderen begonnen haben. Allerdings versuche ich mich auch an Krimis, Solarpunk und Kinderbüchern.

Woran arbeitest du aktuell?

Die meiste Zeit geht im Moment für meine ersten Schritte als Selbstständige Illustratorin drauf, doch ich versuche Zeit zu schaffen für ein Kinderbuch, bei dem nur noch die Bilder fehlen, für eine  Novelle über ein taubes Bein und natürlich für ein Fantasyprojekt.

Das klingt nach einem vollen Tagesplan. Wie schaffst du es, Familienleben, Autorentätigkeit und Illustration unter einen Hut zu bringen?

Ganz ehrlich? Manchmal gar nicht. Da bleibt dann schon mal was liegen, wenn mein Sohn plötzlich krank ist. Aber das ist dann meist eher der Abwasch und nicht die Arbeit. Ich versuche mich an feste Zeiten zu halten. Wenn das Kind im Kindergarten ist, dann ist das die Zeit für alles, was Ruhe und Konzentration braucht. Bilder zeichnen geht auch ganz gut mit meinem Sohn zu Hause, denn er malt unheimlich gern. Dann sitzen wir nebeneinander und „arbeiten“ beide.

Und worum geht es in deinem Kinderbuch?

Aktuell mache ich aus einer älteren Kurzgeschichte ein Kinderbuch. Es geht um eine kleine Hexe, die durch einen Streich ihres Zwillingsbruders plötzlich vor einem sehr flauschigen Problem steht.

Was darf für dich beim Schreiben auf keinen Fall fehlen?

Stift und Papier? Ohne schreibt sich das so schlecht. Natürlich habe ich dabei auch gern Ruhe, Kaffee und Schokolade. Gerade jetzt, in Herbst und Winter, sitze ich meist mit einer Kuscheldecke vor dem Laptop, neben dem eine viel zu große Packung Lebkuchen mit Zartbitterschoko liegt.

Welche Bücher liest du selbst gerne?

Mein Bücherregal ruft da eindeutig Fantasy in allen Ausprägungen. Tatsächlich auch gern Kinder- und Jugendbücher. Ansonsten finden sich bei mir noch Sci-Fi, Krimis und ein Regal voller Sachbücher zu den Themen Schreiben und Zeichnen, Sagen und Mythen, alte Hochkulturen, Psychologie und Serienmörder, Informatik, Künstliche Intelligenz und Astrophysik. Also alles, was das Autorenherz begehrt.

Wo findet man dich im Netz?

Auf Twitter: https://twitter.com/MaditaKohrt

Auf Facebook: https://www.facebook.com/maditakohrtautor

Auf Instagram: https://www.instagram.com/maditakohrt

Und mein Blog, das umgezogen ist und noch etwas brach liegt: http://maditasternberg.blogspot.de

Und selbstverständlich zum Abschluss noch der Link zu unserem Buch:

NaNoWriMo 2017 – Tag 1

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… und auch ich habe es wieder getan. Es ist NaNo und ich bin wieder dabei. Dabei habe ich eigentlich keine Zeit für sowas. Aber was solls. Auch dieses Jahr stelle ich mich also wieder der Herausforderung, 50.000 Wörter in einem Monat zu schreiben. Das hat schonmal geklappt, allerdings bisher nie wärend eines NaNoWriMos. Mal sehen, was dieses Jahr passiert. Die dicke Erkältung hatte ich schon, daran soll es 2017 also hoffentlich nicht scheitern …

Mein erster Tag ist jedoch sehr stockend verlaufen. Eigentlich hatte ich vor, den gesamten Vormittag mit Schreiben zu verbringen. Doch gestern nachmittag verkündete mir mein Mann, dass wir abends noch mit Freunden weggehen würden, um Halloween zu feiern. Das war so nicht eingeplant … trotzdem wollte ich mir die Party natürlich nicht entgehen lassen. Also gings geschminkt – natürlich nicht, ohne bei der Gelegenheit ein Bild mit unserer Gruselmeer-Anthologie zu machen – irgendwann gegen 22 Uhr los. Um 3 waren wir wieder zuhause. Normalerweise kein Problem, wenn man nicht gerade vorhat, am nächsten Tag mindestens 1667 Wörter zu schreiben.

Da ich mich heute zum Auftakt des NaNo aber auch noch mit meiner regionalen Schreibgruppe getroffen habe, sind nur 913 Worte entstanden. Am Abend war dann doch irgendwann einfach die Luft raus. Dafür hatte ich ein paar neue Ideen. Zwei Nebencharaktere wurden gestrichen und die Hintergrundstory für einen verbleibenden ausgearbeitet (und er gefällt mir jetzt seeeeehr gut!).

Ich werde euch hier unregelmäßig auf dem Laufenden halten und vielleicht hier und da mal was über mein Projekt erzählen 🙂

Allen anderen Teilnehmern viel Erfolg, Durchhaltevermögen, Kaffee und Kekse! <3

Liebe Grüße,
eine etwas arg übermüdete Sabi

Kategorie: Alltägliches | Tags:

Schreibkick #47: Nebelschwaden

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Hallo ihr lieben,

es ist Schreibkick-Zeit! Bei mir geht es diesen Monat wieder weiter bei Miley, Hannah und Fred. Was glaubt ihr, hat Miley ihre Partynacht gut überstanden?

Nebelschwaden

Ich stapfte über die kurz geschnittenen Wiesen, die zwischen dem Strand und dem Dorf lagen. Ich lief querfeldein, denn der Trampelpfad war ohnehin nicht zu erkennen und ich hatte es aufgegeben, den richtigen Weg mit den Füßen zu ertasten. Langsam wurde es heller um mich herum, aber über den Feldern lag ein dichter Nebelteppich. Ich war todmüde und hatte keine Ahnung, warum ich es noch vor einer Stunde für eine gute Idee gehalten hatte, den Rückweg alleine anzutreten. Wir hatten die halbe Nacht geredet. Hannah, Fred und ich. Er hatte sich vor einiger Zeit verabschiedet. Sein Vater würde ihn in weniger als 5 Stunden zum Golfen abholen, hatte er gesagt. Golfen – was für ein elitärer Snobsport. Aber ihm konnte ich das verzeihen. Er hatte mir zum Schluss seine Nummer gegeben.
Hannah und ich hatten noch auf der Baumbank gesessen und ohne Unterbrechung gekichert. Sie hatte bereits begonnen, unsere Hochzeit zu planen. Dann hatte ihr Exfreund vor uns gestanden und ihr zu verstehen gegeben, dass er gerne am Strand ein wenig Spaß mit ihr haben würde. Das war nichts Neues, wenn die beiden Single waren trafen sie sich häufiger.
Und so lief ich nun alleine über dieses gottverlassene Feld. Meine Füße waren nass und ich begann langsam zu frieren. Ich war mir noch nicht mal mehr sicher, ob ich auf dem richtigen Weg war. Der weiße Dunst um mich herum erstrahlte immer heller, aber wirkliche Anhaltspunkte hatte ich nicht. Auf diesen Feldern war weit und breit einfach Nichts. Nur Wiese.
Da schälte sich vor mir eine Kontur aus dem Nebel. Hüfthoch lag auf einmal eines der Felder von Plant2.0 vor mir. Mein Blick reichte dank des Nebels nicht sonderlich weit. Es waren irgendwelche Blumen, deren gelbe Blüten zu dieser Tageszeit noch geschlossen waren.
Ich seufzte, als ich erkannte, dass ich einen ganz schönen Umweg gemacht hatte. Mein Kopf fing an zu wummern und meine Beine wurden auf einmal so schwer, dass ich mich kaum noch aufrecht halten konnte. Das war keine normale Müdigkeit. Das musste der Alkohol sein, von dem ich an diesem Abend anscheinend viel zu viel getrunken hatte. Kenn dein Limit. Der Werbeslogan fiel mir in dem Moment wieder ein. Zu spät. Ich würde morgen, also nachher, wenn ich wieder wach war, einen fürchterlichen Kater haben. Ich setzte mich ins Gras. Nur einen Augenblick …, dachte ich bei mir und schloss für einen Moment die Augen.

Ich erwachte davon, dass ich niesen musste. Benommen setzte ich mich auf. Ich war von gelben Blüten umgeben. Mist …, dachte ich. Stand hier nicht irgendwo ein Schild, dass man das Feld nicht betreten sollte? Ich hatte mit meinem Oberkörper eine kleine Schneise in das Feld gewalzt, als ich beim Einschlafen hineingefallen war.
Nocheinmal musste ich niesen. Ich wollte mir die Hand vor die Nase halten, doch als ich meine Finger sah, zuckte ich erschrocken zurück. Sie waren grün. Diese dämlichen Blumen mussten wohl abgefärbt haben. Schnell zog ich mein Handy aus der Tasche und öffnete die Kamera, um mich im Selfiemodus selbst sehen zu können. Die Sonne, die mittlerweile dicht über den Bäumen stand und die leichten Nebelschwaden, die sie noch übrig gelassen hatte, erstrahlen ließ, blendete mich. Ich musste mich ein Stück weit drehen, um auf dem Display etwas erkennen zu können. Tatsächlich, ich war irgendwie grün im Gesicht. Blassgrüne Flecken breiteten sich auf meiner Haut aus. Hoffentlich war das nicht irgendeine Art von allergischer Reaktion. Ich sah furchtbar aus. Meine Haare waren zerzaust und mein Make-up verschmiert. Schnell kämmte ich mir mit den Findern durch die Haare und versuchte, so gut es ging sie verschmierten Schminkereste abzuwischen. Dann stand ich schwankend auf. Ich konnte nur hoffen, dass alle anderen im Dorf einen ähnlichen Kater hatten wie ich und noch im Bett lagen. Bitte lieber Gott, lass mich niemanden begegnen, betete ich entgegen meiner sonstigen spirituellen Einstellung und machte mich auf den Weg nach Hause.

Diesen Monat waren dabei:
Veronika
Eva
Corly
Rina

Das Thema für den 01.12.2017 lautet: Stille Straße

Es wird dieses Jahr übrigens wieder ein Weihnachtsspecial geben!

Das Thema für den 24.12.2017 lautet: Unter dem Weihnachtsbaum

Die Gruselmeer-Autoren #8: Ich

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Hallo ihr lieben,

da ich selber auch zu den Gruselmeer-Autoren gehöre, möchte ich euch natürlich ebenfalls ein bisschen was erzählen und ein paar meiner Fragen selbst beantworten.

Aber erstmal für alle, die immer noch nicht wissen, worum es geht: Hier gehts zum Buch.

Autorenvita:  Sabi Lianne, geboren 1988, schreibt hauptsächlich Fantasygeschichten für Groß und Klein. Seit 2013 veröffentlicht sie Kurzgeschichten auf ihrem Blog www.sabi-writing-whatever.com. Dort informiert sie Leser regelmäßig über Neuigkeiten und bietet Hintergrundinformationen zu ihren Werken. Außerdem konnte sie bereits einige Geschichten in Anthologien unterbringen. „Nilis neue Welten“ ist ihr erster veröffentlichter Roman.

Worum geht es in meiner Kurzgeschichte „Das Amulett von Whitby“?

Steuerberater Jacob zieht aus Londin in das beschauliche Fischerdorf Whitby, um dort ein besseres Leben zu beginnen. Er sehnt sich nach idyllischer Küstenatmosphäre statt Großstadthektik. Doch dazu kommt es erstmal nicht. Denn statt gemütlichen Abenden im Pub muss er sich mit einem skurrilen Geist auseinandersetzen.

Wie bin ich auf die Idee für die Geschichte gekommen?

Während unserer Hochzeitsreise 2014 waren wir tatsächlich in Whitby. Das kleine Fischerdorf ist wunderschön und ich hatte schon damals die Idee zu der Geschichte. Aber mehr als einen Anfang habe ich damals nicht zustande gebracht. Als Tinka dann mit dem Plan für die Anthologie kam, war mir klar, dass das die Gelegenheit war, Jacob endlich mit dem Geist und seiner Familiengeschichte zu konfrontieren.

Anstatt hier viel zu schreiben möchte ich euch lieber ein paar Bilder von Whitby zeigen.

In Whitby direkt am Hafenbecken. Irgendwo hier findet der große Showdown meiner Kurzgeschichte statt 🙂

 

Whitby Abbey, die alte Kathedrale.

 

Und eines meiner Lieblingsbilder aus der Whitby Abbey. Hat nichts mit der Geschichte zu tun, aber ich wollte es euch nicht vorehthalten.

 

Übrigens hat die Gegend bereits Bram Stoker zu „Dracula“ inspiriert, daher sieht man in der Gegend immer mal wieder kleine Shops.

Der erste Satz meiner Geschichte:

„Jacob zog seine Jacke enger um den Körper.“

Ähm ja … das verrät jetzt wirklich noch nicht viel. 🙂

Was mache ich beim Schreibmeer normalerweise?

Anfangs war ich als Autorin dabei und habe viel über Kreativität und Motivation geschrieben. Dann hat mein Brotjob immer mehr Zeit in Anspruch genommen, so dass ich kaum noch Gelegenheit hatte, für Artikel zu recherchieren. Seitdem bin ich Lektorin. Das lässt sich besser mit meinem Alltag vereinen, da ich die Zeit geschickter einplanen kann. Die Zeit, die ich zum lektorieren brauche ist für mich einfach vorhersagbarer als die Zeit zum Schreiben. Hin und wieder erscheint trotzdem auch ein Text von mir.

Die übrigen Fragen, wie „was schreibst du sonst so“ usw. sind schon an den verschiedensten Stellen meines Blogs beantwortet, so dass ich euch vermutlich nicht viel Neues erzählen würde.

Damit bleibt mir nicht mehr viel zu sagen, außer euch viel Spaß beim Lesen des Gruselmeeres zu wünschen und eine Reise nach Whitby und generell den Norden Englands zu empfehlen <3

Liebe Grüße,
Sabi

 

Die Gruselmeer Autoren #7: Anki

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Hallo ihr lieben,

heute habe ich ein wunderbares Interview mit Anki. Ich denke, da ihr alle das Buch inzwischen gelesen habt, wisst ihr schon, dass sie eine äußerst fähige Autorin ist. Alles Weitere, was es wichtiges über sie zu erzählen gibt, findet ihr unten. Sie berichtet über die Magie in unserer Welt und was das Schreiben mit Selbstfindung zu tun haben kann.

Für den Fall, dass jemand beim Thema „fähige Autorin“ noch nicht mitreden kann: Hier gehts zum Buch.

Autorenvita:  Anki wurde am 11.10.1986 in Halle (Saale) geboren. Nach dem Abitur 2006 und einer schulischen Ausbildung zur gestaltungstechnischen Assistentin verschlug es sie nach Baden-Württemberg. Dort machte sie eine Ausbildung zur Mediengestalterin im Bereich Printmedien und arbeitete in einer Digitaldruckerei. Nach vier Jahren zog es sie jedoch wieder in ihre Heimat zurück, wo sie an der Martin-Luther-Universität Halle das Studium der Germanistik und Kunstgeschichte aufnahm. Sie hat ein Bachelor in Kunstgeschichte und hat im September 2017 ihr Masterarbeit im Bereich Denkmalpflege beendet.

Durch ihre Ausbildung besitzt Anki umfangreiche Kenntnisse im Bereich Gestaltung. Auch wenn sie sich ein wenig von ihrem Ursprungsplan entfernt hat, sind ihr der Umgang mit Photoshop und Co. noch heute nützlich. Ihre Schreibfreunde beglückte sie schon mit zahlreichen Buchcovern und sie hat das Logo für das Schreibmeer-Magazin entworfen und erstellt. Natürlich schreibt sie auch. Zur Zeit arbeitet sie an zwei neuen Projekten. Nebenbei findet sie auch Zeit ein wenig zu fotografieren. All diese Themen kann die Anki beim Schreibmeer-Magazin unterbringen. Sie berichtet u.a. über das Schreiben auf Reisen, Kunstgeschichtliche Beschreibungen in Romanen und bezeichnet sich selbst liebevoll als „Medientante vom Dienst“.

Erzähl mal, Anki,  worum geht es in deiner Geschichte „Klänge aus der Anderswelt“?

In meiner Geschichte geht es um ein Mädchen in einem Waisenhaus. Sie fühlt sich fehl am Platz und wird von den anderen Kindern ständig aufgezogen und geärgert. Dieses Gefühl des ‚Alleineseins‘ verstärkt sich, als ihre jüngere Schwester spurlos verschwindet. Durch diese hat sie nicht nur einen Teil ihrer Familie verloren, sondern auch das Phantastische im Leben. Und eben dies holt sie in der Halloweennacht ein. Es heißt doch: an Samhain stehen die Weltentore offen. Und meine Protagonistin erfährt dieses Phänomen am eigenen Leib, auf eine sehr wundersame Art und Weise.

Das macht auf jeden Fall neugierig. Wie bist du auf die Idee für deine #Gruselmeer-Kurzgeschichte gekommen?

Das war relativ einfach. Ich mag zwar einen angenehmen Gruselfaktor, bin aber so gar kein Typ für Horrorfilme und dergleichen.  Bin da sehr zart besaitet. Für mich als Naturfreund und Fan des Mystischen war schnell klar, dass auch meine Geschichte einen sehr mystischen Touch haben soll. Ich denke das ist mir auch ganz gut gelungen. Ich wollte einfach nichts gruseliges schreiben, weil es vielleicht viele erwarten. Spätestens als ich der Musik von Oonagh lauschte und ein festes Bild im Kopf hatte, musste diese Geschichte auf geschrieben werden.

Verrätst du uns den ersten Satz deines Textes?

Natürlich!
„Kommst du nicht mit?“, fragt mich die Betreuerin zum wiederholten Mal. „Die Nachtwanderung wird sicherlich spaßig.“

Was machst du beim Schreibmeer normalerweise?

Ich bin von Anfang an dabei, bin als Autorin tätig und bin die sogenannte „Medientante vom Dienst“. Ich bin für die Gestaltungen im Schreibmeer verantwortlich. Von mir stammt das Logo vom Schreibmeer, die Cover und das Layout der Halloweenanthologie. Das Cover der Weihnachtsanthologie des letzten Jahres habe ich auch gemalt.

Was schreibst du sonst so?

Früher habe ich Fanfictions und RPGs mit einer Freundin geschrieben. Aus letzterem sind richtige Epen geworden.  Vom Genre her ähneln sie der Kurzgeschichte.  Ihr dürft dabei nicht an Harry Potter oder Herr der Ringe denken. In meinen Geschichten geht es eher um die Mystik und Magie unserer Welt. Es gibt so viel zwischen Himmel und Erde, das wir nicht erfassen können. Daraus können wunderbare Geschichten entstehen.

Das klingt super spannend. Hast du ein Beispiel für uns? Was verstehst du unter „Mystik und Magie unserer Welt?“

Ich kann es versuchen. Es ist immer irgendwie schwer, solche Gedanken in Worte zu fassen. Aber prinzipiell steckt in unserer Umwelt viel Magie – jetzt nicht in Bezug auf zaubern oder ähnlichem … Es geht mir viel eher darum z.B. Naturphänomenen, die an sich oft schon wundersam erscheinen, noch ein bisschen mehr Mystik und Phantastik zu geben. Als ich letztens einen Beitrag über Polarlichter gesehen habe, kam mir gleich wieder eine Idee für eine Geschichte. Natürlich gibt es für viele Phänomene eine wissenschaftliche Begründung, dass muss aber nicht heißen, dass wir selbst nicht etwas „dazuspinnen“ können. Das macht uns als Autoren doch aus. Ein Beispiel jetzt passend zu Herbst: Es gibt eine einfache biologische Begründung dafür, dass sich die Blätter um diese Zeit rot färben. Das weiß jeder. Aber warum nicht einfach mal weiter denken? Können das nicht auch kleine Kobolde sein, die sich mit ihren kleinen Farbeimern von Ast zu Ast schwingen und die Blätter bemalen. Ach das ist doch nicht möglich? – Wisst ihr das genau? Kann es nicht auch sein, dass die Menschheit im Laufe der Evolution einfach nur die Fähigkeit verloren hat, hinter diese ganzen wissenschaftlichen Schleier zu blicken? 😉
In Bezug auf meine Schreiberei bedeutet das einfach, dass ich mich gerne Situationen oder eben Phänomenen aus unserer Umwelt bedienen und sie mystifiziere, also mir phantastische Geschichten drumherum ausdenke. Aber das sieht jeder wahrscheinlich anders, denn jeder hat eine andere Definition von Magie und auch von Mystik.

Woran arbeitest du aktuell?

Durch meine Masterarbeit ist alles etwas auf der Strecke geblieben. Da habe ich hauptsächlich Artikel für das Schreibmeer geschrieben. Aber zwei Projekte liegen mir sehr am Herzen. Die eine Geschichte spielt im rudolfinischen Prag, dort wo die Alchemisten im Goldenen Gässchen nach den Dingen suchen, die die Welt zusammenhalten. Das zweite Projekt entsteht wieder mit besagter Freundin und befasst sich neben der Mystik unserer Umwelt ein wenig mehr mit Spiritualität und der Selbstfindung. Themen mit der wir uns im Laufe unserer Lebensreise auseinandersetzen mussten.

Hat das Schreiben für dich bei der Selbstfindung auch eine Rolle gespielt?

Definitiv ja! Mit dem Schreiben habe ich das alles erst einmal verarbeitet. Ich schreibe kein Tagebuch. Ich weiß nicht mal warum, aber ich habe schon immer viel lieber Sorgen und Gedanken in Geschichten verarbeitet. Oft mache ich es auch so, dass ich einfach einem meiner Charaktere das Problem aufhalse, sie sich damit beschäftigen lasse, womit ich mich im Moment befasse. Ich finde man erkennt an meinen Geschichten und auch an meinen Charakteren, womit ich mich gerade auseinandergesetzt habe. In dieser Hinsicht ist für mich das Schreiben dann Mittel zum Zweck, da ich nun auch nicht gerade der extrovertierte Typ bin, der jedem seine Sorgen, Ansichten und Gedanken auf die Nase bindet.

Was darf für dich beim Schreiben auf keinen Fall fehlen?

Das ist eine interessante Frage. Ich denke Spaß und Leidenschaft, was Süßes, Tee und Cola. Und in meinem Fall eine Schreibschwester mit der man sehr lange Telefonate führen oder auf Spaziergängen die nächsten Szenen planen kann. 😉
Es gibt zudem nichts inspirierenderes als lange Gespräche mit seinen Protagonisten zu führen, sie auszufragen und so zu neuen Ideen zu gelangen, weil  sie wieder eine neue Facette von sich zeigen. Für mich ist es einfach das Gefühl, dass Geschichten und Charaktere entstehen, die mich lange begleiten und ein Teil meines Lebens werden. Aus ihnen schöpfe ich neue Ideen für Geschichten, aber auch für mein eigenes Leben. Daher bin ich auch kein Autor, der in einem Jahr mehrere Geschichten vollenden kann. Meine Geschichten müssen, wie ich reifen und wachsen, denn sie sind schließlich ein Teil von mir. Klingt das sehr komisch?

Finde ich nicht. Die meisten wertvollen Dinge, wie ein guter Wein,  müssen schließlich eine Weile reifen. Welche Bücher liest du selbst gerne?

Komischerweise lese ich selbst gerne Bücher mit einem gewissen Hang zum Grusel, Horror oder Thriller, auch wenn ich die Filme weniger mag. Wahrscheinlich weil mir da die Bilder nicht vorgesetzt werden. Ich liebe gute Geistergeschichten, die in alten Herrenhäusern spielen. Natürlich muss in allen Geschichten auch etwas Mystik und Phantastik enthalten sein.  Allerdings finde ich weniger Zugang zu diesen High-Fantasy-Romanen.  Habe auch nie Herr der Ringe gelesen.
Ich kann auch einem guten Krimi oder einem historischen Roman etwas abgewinnen, wenn es darin etwas mystisches gibt.
Ansonsten lese ich gerne Fachbücher und Zeitschriften zum Thema Natur, Garten, Selbstfindung.

Immer wieder klingen bei dir die Themen Natur und Selbstfindung an. Inwiefern nutzt du diese Dinge zur Inspiration? Hast du Ideen oder Tipps für unsere schreibenden Leser?

Also für mich gibt’s nichts inspirierenderes, als mit meiner Lieblingsmusik im Ohr durch die Natur zu streifen. Gerade die Musik versetzt mich immer in eine sehr … nun sagen wir … in eine kinohafte Stimmung. Oft fällt es mir dann sehr einfach mir Szenen aus meinen Geschichten vorzustellen. Oft sehe ich auch in meiner Umwelt einfach etwas, was mich in meinem Schaffensprozess weiter bringt.
Mein Tipp für die schreibenden Leser ist folgender: beinahe jeder Augenblick in unserem Leben birgt Dinge, die wir in Geschichten umwandeln können. Wie oben bereits erwähnt, gibt es so viele Probleme, Situationen und Gedanken, die uns beschäftigen. Wir können uns davon einfach bedienen und uns einen Anreiz für unsere Geschichte holen. Mein Tipp: Horcht einmal in euch, oder schaut euch in eurer nahen Umgebung um. Meist sind es kleine Details über die ihr schreiben könnt und das dürfte euch auch viel einfacher fallen, da sie euch entsprechen. Und wenn ihr euren Protagonisten die Festplatte abschmieren lasst, wo wichtige Hinweise zur Mordaufdeckung drauf waren, nur weil es euch selbst gerade passiert ist. Ist doch einen Versuch wert, oder?

Wo findet man dich im Netz?

Natürlich findet man mich als Anki auf Facebook und auf meiner Facebookseite zu meinem Blog SelbstSein

FB: https://www.facebook.com/selbstzusein/
Blog: http://selbstsein.blogspot.de/

Auf dem Blog geht es darum, wie man sein Leben gestalten kann, um sich selbst wohlzufühlen, anderen eine Freude zu machen, kreativ zu sein …. einfach man selbst zu sein.

Auf Instagram findet ihr mich unter Anki_Zeitfänger.