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Schreibkick #47: Nebelschwaden

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Hallo ihr lieben,

es ist Schreibkick-Zeit! Bei mir geht es diesen Monat wieder weiter bei Miley, Hannah und Fred. Was glaubt ihr, hat Miley ihre Partynacht gut überstanden?

Nebelschwaden

Ich stapfte über die kurz geschnittenen Wiesen, die zwischen dem Strand und dem Dorf lagen. Ich lief querfeldein, denn der Trampelpfad war ohnehin nicht zu erkennen und ich hatte es aufgegeben, den richtigen Weg mit den Füßen zu ertasten. Langsam wurde es heller um mich herum, aber über den Feldern lag ein dichter Nebelteppich. Ich war todmüde und hatte keine Ahnung, warum ich es noch vor einer Stunde für eine gute Idee gehalten hatte, den Rückweg alleine anzutreten. Wir hatten die halbe Nacht geredet. Hannah, Fred und ich. Er hatte sich vor einiger Zeit verabschiedet. Sein Vater würde ihn in weniger als 5 Stunden zum Golfen abholen, hatte er gesagt. Golfen – was für ein elitärer Snobsport. Aber ihm konnte ich das verzeihen. Er hatte mir zum Schluss seine Nummer gegeben.
Hannah und ich hatten noch auf der Baumbank gesessen und ohne Unterbrechung gekichert. Sie hatte bereits begonnen, unsere Hochzeit zu planen. Dann hatte ihr Exfreund vor uns gestanden und ihr zu verstehen gegeben, dass er gerne am Strand ein wenig Spaß mit ihr haben würde. Das war nichts Neues, wenn die beiden Single waren trafen sie sich häufiger.
Und so lief ich nun alleine über dieses gottverlassene Feld. Meine Füße waren nass und ich begann langsam zu frieren. Ich war mir noch nicht mal mehr sicher, ob ich auf dem richtigen Weg war. Der weiße Dunst um mich herum erstrahlte immer heller, aber wirkliche Anhaltspunkte hatte ich nicht. Auf diesen Feldern war weit und breit einfach Nichts. Nur Wiese.
Da schälte sich vor mir eine Kontur aus dem Nebel. Hüfthoch lag auf einmal eines der Felder von Plant2.0 vor mir. Mein Blick reichte dank des Nebels nicht sonderlich weit. Es waren irgendwelche Blumen, deren gelbe Blüten zu dieser Tageszeit noch geschlossen waren.
Ich seufzte, als ich erkannte, dass ich einen ganz schönen Umweg gemacht hatte. Mein Kopf fing an zu wummern und meine Beine wurden auf einmal so schwer, dass ich mich kaum noch aufrecht halten konnte. Das war keine normale Müdigkeit. Das musste der Alkohol sein, von dem ich an diesem Abend anscheinend viel zu viel getrunken hatte. Kenn dein Limit. Der Werbeslogan fiel mir in dem Moment wieder ein. Zu spät. Ich würde morgen, also nachher, wenn ich wieder wach war, einen fürchterlichen Kater haben. Ich setzte mich ins Gras. Nur einen Augenblick …, dachte ich bei mir und schloss für einen Moment die Augen.

Ich erwachte davon, dass ich niesen musste. Benommen setzte ich mich auf. Ich war von gelben Blüten umgeben. Mist …, dachte ich. Stand hier nicht irgendwo ein Schild, dass man das Feld nicht betreten sollte? Ich hatte mit meinem Oberkörper eine kleine Schneise in das Feld gewalzt, als ich beim Einschlafen hineingefallen war.
Nocheinmal musste ich niesen. Ich wollte mir die Hand vor die Nase halten, doch als ich meine Finger sah, zuckte ich erschrocken zurück. Sie waren grün. Diese dämlichen Blumen mussten wohl abgefärbt haben. Schnell zog ich mein Handy aus der Tasche und öffnete die Kamera, um mich im Selfiemodus selbst sehen zu können. Die Sonne, die mittlerweile dicht über den Bäumen stand und die leichten Nebelschwaden, die sie noch übrig gelassen hatte, erstrahlen ließ, blendete mich. Ich musste mich ein Stück weit drehen, um auf dem Display etwas erkennen zu können. Tatsächlich, ich war irgendwie grün im Gesicht. Blassgrüne Flecken breiteten sich auf meiner Haut aus. Hoffentlich war das nicht irgendeine Art von allergischer Reaktion. Ich sah furchtbar aus. Meine Haare waren zerzaust und mein Make-up verschmiert. Schnell kämmte ich mir mit den Findern durch die Haare und versuchte, so gut es ging sie verschmierten Schminkereste abzuwischen. Dann stand ich schwankend auf. Ich konnte nur hoffen, dass alle anderen im Dorf einen ähnlichen Kater hatten wie ich und noch im Bett lagen. Bitte lieber Gott, lass mich niemanden begegnen, betete ich entgegen meiner sonstigen spirituellen Einstellung und machte mich auf den Weg nach Hause.

Diesen Monat waren dabei:
Veronika
Eva
Corly
Rina

Das Thema für den 01.12.2017 lautet: Stille Straße

Es wird dieses Jahr übrigens wieder ein Weihnachtsspecial geben!

Das Thema für den 24.12.2017 lautet: Unter dem Weihnachtsbaum

Die Gruselmeer-Autoren #8: Ich

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Hallo ihr lieben,

da ich selber auch zu den Gruselmeer-Autoren gehöre, möchte ich euch natürlich ebenfalls ein bisschen was erzählen und ein paar meiner Fragen selbst beantworten.

Aber erstmal für alle, die immer noch nicht wissen, worum es geht: Hier gehts zum Buch.

Autorenvita:  Sabi Lianne, geboren 1988, schreibt hauptsächlich Fantasygeschichten für Groß und Klein. Seit 2013 veröffentlicht sie Kurzgeschichten auf ihrem Blog www.sabi-writing-whatever.com. Dort informiert sie Leser regelmäßig über Neuigkeiten und bietet Hintergrundinformationen zu ihren Werken. Außerdem konnte sie bereits einige Geschichten in Anthologien unterbringen. „Nilis neue Welten“ ist ihr erster veröffentlichter Roman.

Worum geht es in meiner Kurzgeschichte „Das Amulett von Whitby“?

Steuerberater Jacob zieht aus Londin in das beschauliche Fischerdorf Whitby, um dort ein besseres Leben zu beginnen. Er sehnt sich nach idyllischer Küstenatmosphäre statt Großstadthektik. Doch dazu kommt es erstmal nicht. Denn statt gemütlichen Abenden im Pub muss er sich mit einem skurrilen Geist auseinandersetzen.

Wie bin ich auf die Idee für die Geschichte gekommen?

Während unserer Hochzeitsreise 2014 waren wir tatsächlich in Whitby. Das kleine Fischerdorf ist wunderschön und ich hatte schon damals die Idee zu der Geschichte. Aber mehr als einen Anfang habe ich damals nicht zustande gebracht. Als Tinka dann mit dem Plan für die Anthologie kam, war mir klar, dass das die Gelegenheit war, Jacob endlich mit dem Geist und seiner Familiengeschichte zu konfrontieren.

Anstatt hier viel zu schreiben möchte ich euch lieber ein paar Bilder von Whitby zeigen.

In Whitby direkt am Hafenbecken. Irgendwo hier findet der große Showdown meiner Kurzgeschichte statt 🙂

 

Whitby Abbey, die alte Kathedrale.

 

Und eines meiner Lieblingsbilder aus der Whitby Abbey. Hat nichts mit der Geschichte zu tun, aber ich wollte es euch nicht vorehthalten.

 

Übrigens hat die Gegend bereits Bram Stoker zu „Dracula“ inspiriert, daher sieht man in der Gegend immer mal wieder kleine Shops.

Der erste Satz meiner Geschichte:

„Jacob zog seine Jacke enger um den Körper.“

Ähm ja … das verrät jetzt wirklich noch nicht viel. 🙂

Was mache ich beim Schreibmeer normalerweise?

Anfangs war ich als Autorin dabei und habe viel über Kreativität und Motivation geschrieben. Dann hat mein Brotjob immer mehr Zeit in Anspruch genommen, so dass ich kaum noch Gelegenheit hatte, für Artikel zu recherchieren. Seitdem bin ich Lektorin. Das lässt sich besser mit meinem Alltag vereinen, da ich die Zeit geschickter einplanen kann. Die Zeit, die ich zum lektorieren brauche ist für mich einfach vorhersagbarer als die Zeit zum Schreiben. Hin und wieder erscheint trotzdem auch ein Text von mir.

Die übrigen Fragen, wie „was schreibst du sonst so“ usw. sind schon an den verschiedensten Stellen meines Blogs beantwortet, so dass ich euch vermutlich nicht viel Neues erzählen würde.

Damit bleibt mir nicht mehr viel zu sagen, außer euch viel Spaß beim Lesen des Gruselmeeres zu wünschen und eine Reise nach Whitby und generell den Norden Englands zu empfehlen <3

Liebe Grüße,
Sabi

 

Die Gruselmeer Autoren #7: Anki

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Hallo ihr lieben,

heute habe ich ein wunderbares Interview mit Anki. Ich denke, da ihr alle das Buch inzwischen gelesen habt, wisst ihr schon, dass sie eine äußerst fähige Autorin ist. Alles Weitere, was es wichtiges über sie zu erzählen gibt, findet ihr unten. Sie berichtet über die Magie in unserer Welt und was das Schreiben mit Selbstfindung zu tun haben kann.

Für den Fall, dass jemand beim Thema „fähige Autorin“ noch nicht mitreden kann: Hier gehts zum Buch.

Autorenvita:  Anki wurde am 11.10.1986 in Halle (Saale) geboren. Nach dem Abitur 2006 und einer schulischen Ausbildung zur gestaltungstechnischen Assistentin verschlug es sie nach Baden-Württemberg. Dort machte sie eine Ausbildung zur Mediengestalterin im Bereich Printmedien und arbeitete in einer Digitaldruckerei. Nach vier Jahren zog es sie jedoch wieder in ihre Heimat zurück, wo sie an der Martin-Luther-Universität Halle das Studium der Germanistik und Kunstgeschichte aufnahm. Sie hat ein Bachelor in Kunstgeschichte und hat im September 2017 ihr Masterarbeit im Bereich Denkmalpflege beendet.

Durch ihre Ausbildung besitzt Anki umfangreiche Kenntnisse im Bereich Gestaltung. Auch wenn sie sich ein wenig von ihrem Ursprungsplan entfernt hat, sind ihr der Umgang mit Photoshop und Co. noch heute nützlich. Ihre Schreibfreunde beglückte sie schon mit zahlreichen Buchcovern und sie hat das Logo für das Schreibmeer-Magazin entworfen und erstellt. Natürlich schreibt sie auch. Zur Zeit arbeitet sie an zwei neuen Projekten. Nebenbei findet sie auch Zeit ein wenig zu fotografieren. All diese Themen kann die Anki beim Schreibmeer-Magazin unterbringen. Sie berichtet u.a. über das Schreiben auf Reisen, Kunstgeschichtliche Beschreibungen in Romanen und bezeichnet sich selbst liebevoll als „Medientante vom Dienst“.

Erzähl mal, Anki,  worum geht es in deiner Geschichte „Klänge aus der Anderswelt“?

In meiner Geschichte geht es um ein Mädchen in einem Waisenhaus. Sie fühlt sich fehl am Platz und wird von den anderen Kindern ständig aufgezogen und geärgert. Dieses Gefühl des ‚Alleineseins‘ verstärkt sich, als ihre jüngere Schwester spurlos verschwindet. Durch diese hat sie nicht nur einen Teil ihrer Familie verloren, sondern auch das Phantastische im Leben. Und eben dies holt sie in der Halloweennacht ein. Es heißt doch: an Samhain stehen die Weltentore offen. Und meine Protagonistin erfährt dieses Phänomen am eigenen Leib, auf eine sehr wundersame Art und Weise.

Das macht auf jeden Fall neugierig. Wie bist du auf die Idee für deine #Gruselmeer-Kurzgeschichte gekommen?

Das war relativ einfach. Ich mag zwar einen angenehmen Gruselfaktor, bin aber so gar kein Typ für Horrorfilme und dergleichen.  Bin da sehr zart besaitet. Für mich als Naturfreund und Fan des Mystischen war schnell klar, dass auch meine Geschichte einen sehr mystischen Touch haben soll. Ich denke das ist mir auch ganz gut gelungen. Ich wollte einfach nichts gruseliges schreiben, weil es vielleicht viele erwarten. Spätestens als ich der Musik von Oonagh lauschte und ein festes Bild im Kopf hatte, musste diese Geschichte auf geschrieben werden.

Verrätst du uns den ersten Satz deines Textes?

Natürlich!
„Kommst du nicht mit?“, fragt mich die Betreuerin zum wiederholten Mal. „Die Nachtwanderung wird sicherlich spaßig.“

Was machst du beim Schreibmeer normalerweise?

Ich bin von Anfang an dabei, bin als Autorin tätig und bin die sogenannte „Medientante vom Dienst“. Ich bin für die Gestaltungen im Schreibmeer verantwortlich. Von mir stammt das Logo vom Schreibmeer, die Cover und das Layout der Halloweenanthologie. Das Cover der Weihnachtsanthologie des letzten Jahres habe ich auch gemalt.

Was schreibst du sonst so?

Früher habe ich Fanfictions und RPGs mit einer Freundin geschrieben. Aus letzterem sind richtige Epen geworden.  Vom Genre her ähneln sie der Kurzgeschichte.  Ihr dürft dabei nicht an Harry Potter oder Herr der Ringe denken. In meinen Geschichten geht es eher um die Mystik und Magie unserer Welt. Es gibt so viel zwischen Himmel und Erde, das wir nicht erfassen können. Daraus können wunderbare Geschichten entstehen.

Das klingt super spannend. Hast du ein Beispiel für uns? Was verstehst du unter „Mystik und Magie unserer Welt?“

Ich kann es versuchen. Es ist immer irgendwie schwer, solche Gedanken in Worte zu fassen. Aber prinzipiell steckt in unserer Umwelt viel Magie – jetzt nicht in Bezug auf zaubern oder ähnlichem … Es geht mir viel eher darum z.B. Naturphänomenen, die an sich oft schon wundersam erscheinen, noch ein bisschen mehr Mystik und Phantastik zu geben. Als ich letztens einen Beitrag über Polarlichter gesehen habe, kam mir gleich wieder eine Idee für eine Geschichte. Natürlich gibt es für viele Phänomene eine wissenschaftliche Begründung, dass muss aber nicht heißen, dass wir selbst nicht etwas „dazuspinnen“ können. Das macht uns als Autoren doch aus. Ein Beispiel jetzt passend zu Herbst: Es gibt eine einfache biologische Begründung dafür, dass sich die Blätter um diese Zeit rot färben. Das weiß jeder. Aber warum nicht einfach mal weiter denken? Können das nicht auch kleine Kobolde sein, die sich mit ihren kleinen Farbeimern von Ast zu Ast schwingen und die Blätter bemalen. Ach das ist doch nicht möglich? – Wisst ihr das genau? Kann es nicht auch sein, dass die Menschheit im Laufe der Evolution einfach nur die Fähigkeit verloren hat, hinter diese ganzen wissenschaftlichen Schleier zu blicken? 😉
In Bezug auf meine Schreiberei bedeutet das einfach, dass ich mich gerne Situationen oder eben Phänomenen aus unserer Umwelt bedienen und sie mystifiziere, also mir phantastische Geschichten drumherum ausdenke. Aber das sieht jeder wahrscheinlich anders, denn jeder hat eine andere Definition von Magie und auch von Mystik.

Woran arbeitest du aktuell?

Durch meine Masterarbeit ist alles etwas auf der Strecke geblieben. Da habe ich hauptsächlich Artikel für das Schreibmeer geschrieben. Aber zwei Projekte liegen mir sehr am Herzen. Die eine Geschichte spielt im rudolfinischen Prag, dort wo die Alchemisten im Goldenen Gässchen nach den Dingen suchen, die die Welt zusammenhalten. Das zweite Projekt entsteht wieder mit besagter Freundin und befasst sich neben der Mystik unserer Umwelt ein wenig mehr mit Spiritualität und der Selbstfindung. Themen mit der wir uns im Laufe unserer Lebensreise auseinandersetzen mussten.

Hat das Schreiben für dich bei der Selbstfindung auch eine Rolle gespielt?

Definitiv ja! Mit dem Schreiben habe ich das alles erst einmal verarbeitet. Ich schreibe kein Tagebuch. Ich weiß nicht mal warum, aber ich habe schon immer viel lieber Sorgen und Gedanken in Geschichten verarbeitet. Oft mache ich es auch so, dass ich einfach einem meiner Charaktere das Problem aufhalse, sie sich damit beschäftigen lasse, womit ich mich im Moment befasse. Ich finde man erkennt an meinen Geschichten und auch an meinen Charakteren, womit ich mich gerade auseinandergesetzt habe. In dieser Hinsicht ist für mich das Schreiben dann Mittel zum Zweck, da ich nun auch nicht gerade der extrovertierte Typ bin, der jedem seine Sorgen, Ansichten und Gedanken auf die Nase bindet.

Was darf für dich beim Schreiben auf keinen Fall fehlen?

Das ist eine interessante Frage. Ich denke Spaß und Leidenschaft, was Süßes, Tee und Cola. Und in meinem Fall eine Schreibschwester mit der man sehr lange Telefonate führen oder auf Spaziergängen die nächsten Szenen planen kann. 😉
Es gibt zudem nichts inspirierenderes als lange Gespräche mit seinen Protagonisten zu führen, sie auszufragen und so zu neuen Ideen zu gelangen, weil  sie wieder eine neue Facette von sich zeigen. Für mich ist es einfach das Gefühl, dass Geschichten und Charaktere entstehen, die mich lange begleiten und ein Teil meines Lebens werden. Aus ihnen schöpfe ich neue Ideen für Geschichten, aber auch für mein eigenes Leben. Daher bin ich auch kein Autor, der in einem Jahr mehrere Geschichten vollenden kann. Meine Geschichten müssen, wie ich reifen und wachsen, denn sie sind schließlich ein Teil von mir. Klingt das sehr komisch?

Finde ich nicht. Die meisten wertvollen Dinge, wie ein guter Wein,  müssen schließlich eine Weile reifen. Welche Bücher liest du selbst gerne?

Komischerweise lese ich selbst gerne Bücher mit einem gewissen Hang zum Grusel, Horror oder Thriller, auch wenn ich die Filme weniger mag. Wahrscheinlich weil mir da die Bilder nicht vorgesetzt werden. Ich liebe gute Geistergeschichten, die in alten Herrenhäusern spielen. Natürlich muss in allen Geschichten auch etwas Mystik und Phantastik enthalten sein.  Allerdings finde ich weniger Zugang zu diesen High-Fantasy-Romanen.  Habe auch nie Herr der Ringe gelesen.
Ich kann auch einem guten Krimi oder einem historischen Roman etwas abgewinnen, wenn es darin etwas mystisches gibt.
Ansonsten lese ich gerne Fachbücher und Zeitschriften zum Thema Natur, Garten, Selbstfindung.

Immer wieder klingen bei dir die Themen Natur und Selbstfindung an. Inwiefern nutzt du diese Dinge zur Inspiration? Hast du Ideen oder Tipps für unsere schreibenden Leser?

Also für mich gibt’s nichts inspirierenderes, als mit meiner Lieblingsmusik im Ohr durch die Natur zu streifen. Gerade die Musik versetzt mich immer in eine sehr … nun sagen wir … in eine kinohafte Stimmung. Oft fällt es mir dann sehr einfach mir Szenen aus meinen Geschichten vorzustellen. Oft sehe ich auch in meiner Umwelt einfach etwas, was mich in meinem Schaffensprozess weiter bringt.
Mein Tipp für die schreibenden Leser ist folgender: beinahe jeder Augenblick in unserem Leben birgt Dinge, die wir in Geschichten umwandeln können. Wie oben bereits erwähnt, gibt es so viele Probleme, Situationen und Gedanken, die uns beschäftigen. Wir können uns davon einfach bedienen und uns einen Anreiz für unsere Geschichte holen. Mein Tipp: Horcht einmal in euch, oder schaut euch in eurer nahen Umgebung um. Meist sind es kleine Details über die ihr schreiben könnt und das dürfte euch auch viel einfacher fallen, da sie euch entsprechen. Und wenn ihr euren Protagonisten die Festplatte abschmieren lasst, wo wichtige Hinweise zur Mordaufdeckung drauf waren, nur weil es euch selbst gerade passiert ist. Ist doch einen Versuch wert, oder?

Wo findet man dich im Netz?

Natürlich findet man mich als Anki auf Facebook und auf meiner Facebookseite zu meinem Blog SelbstSein

FB: https://www.facebook.com/selbstzusein/
Blog: http://selbstsein.blogspot.de/

Auf dem Blog geht es darum, wie man sein Leben gestalten kann, um sich selbst wohlzufühlen, anderen eine Freude zu machen, kreativ zu sein …. einfach man selbst zu sein.

Auf Instagram findet ihr mich unter Anki_Zeitfänger.

 

Die Gruselmeer Autoren #3: Katrin Scheiding

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Zum Sonntag gibt es ein wunderbares Interview mit Katrin Scheiding. In ihrer Geschichte schickt sie euch auf Entdeckungstour in ein altes Haus, auf den Spuren myteriöser Vorgänge.

Autorenvita:  Katrin wurde 1977 im schönen Ruhrgebiet geboren und entdeckte schon früh die Magie der Buchstaben. Nach dem Abitur studierte sie in Düsseldorf Germanistik und Medienwissenschaft (im vergangenen Jahrhundert noch auf Magister) und promovierte dort irgendwann über Theodor Fontanes Romanwerk. Jetzt lebt sie mit Mann, Kindern und Katze in einem nordhessischen Dorf.

Beruflich startete sie als Volontärin in einem Ratgeberverlag und durchlief die unterschiedlichen Stationen der Verlagswelt von der Manuskriptidee bis zum Buchdruck. Vor ein paar Jahren entschied sie sich, mit einem eigenen Lektoratsbüro den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen. Seitdem unterstützt sie Verlage, Indie-Autoren, Studenten und alle, die einen Text zwischen zwei Buchdeckel bekommen wollen, bei ihren Projekten (www.katrinscheiding.de) und verleiht den Manuskripten den letzten Schliff.

Als passionierte Leserin bloggt sie auf www.nowheremansbuecherschrank.wordpress.com über Bücher, Lesefreuden und die herrliche brotlose Kunst des Wörterschmiedens.

Beim Schreibmeer ist sie schwerpunktmäßig für die graue Theorie und das Hintergrundwissen zu schriftstellerischen Themen zuständig und macht auch trockene Themen für Autoren spannend.

Erzähl mal Katrin, worum geht es in deiner Geschichte „Am Salzmarkt“?

Im Haus am Salzmarkt gehen ungewöhnliche Dinge in einer Dachkammer vor. Gleichzeitig taucht im Dorf ein Historiker auf, der seine Nase in fremde Angelegenheiten steckt. Henriette (die Bewohnerin des Hauses) und Justus (der Historiker) stoßen auf Vorgänge, die aus einer uralten Zeit stammen …

Wie bist du auf die Idee für deine #Gruselmeer-Kurzgeschichte gekommen?

Da kamen zwei Fragen zusammen, die zu meiner Kurzgeschichte führten. Erst fragte meine Tochter, ob es nicht eine Schauergeschichte gäbe, die ihr endlich mal gefällt. Die Kindergruselgeschichten waren ihr alle zu niedlich und harmlos, die „echten“ waren dann doch zu heftig. Sie mag den Grusel nach Art von E. A. Poe oder E. T. A. Hoffmann, aber eben nicht ganz so nervenkitzelnd. Gleichzeitig suchte Tinka Beere nach Geschichten für das #Gruselmeer. Gut, sagte ich mir, gehen wir es eben an. Dummerweise wurde die Geschichte dann doch zu gruselig für Kinder, selbst für meine hartgesottene Tochter.

Verrätst du uns den ersten Satz deines Textes?

„Das Haus war groß, alt und schön.“

Was machst du beim Schreibmeer normalerweise?

Eigentlich bin ich als Autorin für das Hintergrundwissen zuständig und schreibe über die verschiedenen Literaturepochen. Außerdem plaudere ich aus Lektoratssicht aus dem Nähkästchen und gebe Tipps, um Stolperfallen beim Schreiben zu erkennen und zu vermeiden.

Literaturepochen … klingt interessant. Wie bist du zu dem Thema gekommen?

Ich habe ja Literaturwissenschaft studiert und dabei so ziemlich alle Literaturepochen seit dem Hochmittelalter berührt. Der Witz daran ist – eigentlich ja auch logisch – dass die Epochen auf irgendeine Art aufeinander aufbauen. Mal wird die Epoche verfeinert und differenziert, bis eine neue Strömung entstanden ist, mal geht es aber auch in eine völlig konträre Stilrichtung wie bei einem Pendel, das in die beiden Extreme ausschlägt. Jedenfalls haben die Literaturepochen immer etwas miteinander zu tun. Sie lernen in einer Weise voneinander.

Ich halte es für wichtig, dass sich moderne Autoren in den Literaturepochen auskennen und verorten können. Es ist mir nicht selten im Lektorat untergekommen, dass ich einen Text gelesen habe, der sauber einer bestimmten Theorie folgt – was aber beim Autor oft völlig unbewusst passiert. Ich als Lektorin kann zum Beispiel sehen: „Dieser Thriller folgt der Theorie des Kriminalromans nach Dürrenmatt“, was für den Leser ja eigentlich uninteressant ist. Für den Autor kann das aber erstens eine wichtige Inspirationsquelle sein und vor allem auch ein gutes Handwerksmittel, um Brüche und Unstimmigkeiten im Text zu erkennen und zu beseitigen. Oder auch, um bewusst Stile zu mixen. Dafür muss man die Motive allerdings kennen und einordnen. Warum nicht mal die Motivik des Jugendstils und der Romantik in Urban Fantasy oder auch Horror einbauen oder so? E. T. A. Hoffmann zum Beispiel liefert grandiose Inspirationen.

Außerdem kann man von seinen Vorfahren nur lernen, und wenn es darum geht, nicht denselben Irrtum zu begehen. Somit finde ich es wichtig, dass das entsprechende Hintergrundwissen beim Schreiben mitschwingt.

Was schreibst du sonst so?

Mehr oder weniger gar nichts. Ich mag Poetry Slams, die ich aber nur für mich schreibe und noch nie performt habe. Aber nun schwirren diverse Ideen für Gruselgeschichten in meinem Kopf herum 😉

Heißt das, es wird in der Zukunft eventuell doch die eine oder andere Geschichte von dir geben?

Ich halte es da wie James Bond: Sag niemals nie.

Woran arbeitest du aktuell?

An einer Kurzgeschichte, die im Mittelalter spielt und die klassischen Totentanzdarstellungen zum Gegenstand hat.

Was darf für dich beim Schreiben auf keinen Fall fehlen?

Kaffee!

Welche Bücher liest du selbst gerne?

Ich bin offen für alles, der Text muss eine bestimmte Saite bei mir anschlagen. Ich mag gut recherchierte historische Romane, ich mag Fantasy, ich mag Klassiker, ich mag moderne Belletristik … Irgendwo zwischen J. R. R. Tolkien, Theodor Fontane, Haruki Murakami und Ralf Rothmann bin ich glücklich. Aber gegen Tennessee Williams und Günter Grass hab ich auch nichts. Nur les ich irgendwie nicht gern Lustiges. Ich weiß auch nicht wieso, wo ich doch ziemlich gern lache;)

Wo findet man dich im Netz?

Bei www.katrinscheiding.de, bei https://nowheremansbuecherschrank.wordpress.com/ und auf Facebook bei https://www.facebook.com/DrKatrinScheidingKorrektoratUndLektorat/

Die Gruselmeer Autoren #1: Katherina Ushachov

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Hallo ihr lieben,

wie bereits angekündigt, wird am 20.10.2017 unser Gruselmeer erscheinen. Ein hübsches Büchlein mit Geschichten der Schreibmeer-Autoren. Hierfür habe ich mit den Autoren der Anthologie kleine Interviews gemacht, um sie und ihre Geschichten vorzustellen.

Anfangen möchte ich heute mit Katherina Ushachov.

Autorenvita:  Ich bin Katherina Ushachov, online besser bekannt als „Evanesca Feuerblut“. Nach meinem Abschluss in „MA Weltliteratur“ lebe und arbeite ich als freie Lektorin im schönen Vorarlberg.

Im Team bin ich als weitere Autorin dabei. Außerdem lektoriere ich einen Teil der Schreibmeerartikel. Mehr oder weniger aktiv spreche ich neben Deutsch noch drei weitere Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Russisch) und pflege ein leider etwas eingerostetes Latein.

Interessentechnisch bin ich sehr weit gefächert – Sprachen, Kulturen, Wissenschaft. So bin ich leidenschaftliche Conlangerin, gehöre also zu den versponnenen Menschen, die gerne Sprachen basteln. Nicht weil es sich mit dem Aufkommen des „Herr der Ringe“-Hypes in den Nulljahren so gehört, sondern aus Leidenschaft und ganz von alleine.

Ich behaupte von mir jetzt außerdem einfach mal, dass ich mich relativ gut mit Vampiren auskenne, sofern es sich nicht um die romantische Unterart handelt, die glitzert und/oder Schulmädchen verführt. Aber ich kann Vorträge über die verschwimmenden Gendergrenzen in Anne Rice „Vampirchroniken“ aus dem Stegreif halten. Oder erklären, wieso „Dracula“ als es erschien ein sehr versautes Buch gewesen ist.

Romantik an sich ist generell nicht so mein Ding – aber ich kenne mich dafür relativ gut im Fantasy-Segment abseits der ausgetretenen Pfade aus, befasse mich aktiv mit Worldbuilding und lese fast mehr Indie- und Kleinverlagsbücher als welche der „Großen“.

Erzähl mal Katherina, worum geht es in deiner Geschichte „Ein Traum“?

Das ist schwer, ohne zu spoilern. Es geht um einen Menschen, der immer wieder träumt – und in diesen Träumen eine Begegnung hat. Und obwohl diese Begegnung nicht besonders angenehm ist, entfaltet sie einen Sog, dem sich der Mensch nicht entziehen kann.

Wie bist du auf die Idee für deine #Gruselmeer-Kurzgeschichte gekommen?

Das ist so banal, das kann ich fast nicht erzählen … Es gibt auf Facebook viele dieser „lustigen“ Seiten wie „Faktastisch“, „Made my day“ oder „Das ist schmutzig, falsch und moralisch höchst verwerflich. Bin dabei.“ Es ist keine dieser Seiten, aber eine sehr ähnliche, für Freunde des gepflegten Grusels, auf der mir die perfekte Prämisse für eine Gruselgeschichte untergekommen ist.

Verrätst du uns den ersten Satz deines Textes?

„Unser Gehirn ist nicht in der Lage, sich Gesichter auszudenken.“

Was machst du beim Schreibmeer normalerweise?

Wenn ich nicht gerade selbst Artikel schreibe, lektoriere ich die Artikel meiner Teamkolleg*innen.

Was schreibst du sonst so?

Ich habe zwei Großbaustellen beziehungsweise zwei Genres, zu denen ich immer wieder zurückkehre:
Historische Vampirfantasy mit queeren Protas und ohne Romance im Hauptplot. Und Dystopien.
Das hat sich irgendwie von selbst ergeben und ich weiß bis heute nicht, wieso eigentlich. Aber die meisten meiner Vampire gehören zum LGBTA-Spektrum. Dahinter lag keine Absicht, ich schrieb sie schon queer, als ich noch keine Ahnung hatte, wie viele Orientierungen überhaupt existieren. Inzwischen sehe ich mich als politische und auch feministische Autorin – und hoffe, dass dadurch, dass ich queere Wesen einfach einbaue, statt ein Riesengewese darum zu machen, etwas an der Wirklichkeit zu ändern. Worte sind mächtig.
Zur Dystopie bin ich dagegen sehr bewusst gekommen – ich war ein Teenager und habe das Entstehen einer Neonazibewegung in Ländern des ehemaligen Ostblocks mitverfolgt. Parallel dazu beobachtet, was die USA unter Bush mit der Welt anstellt. Also schrieb ich den ersten Roman meines Lebens unter dem Motto „Nie wieder Auschwitz“. Seither kann ich mich von der Dystopie nicht so recht lösen. Dystopische Plotbunnys laufen mir immer dann zu, wenn etwas in der Welt besonders im Argen ist. Gerade drängt ein anderes geopolitisches Thema darauf, in einem Roman verarbeitet zu werden – das mache ich im Oktober.
Ich schreibe aber auch Kurzgeschichten in diversen Genres und tüftle seit Jahren an einer Arcanepunk-Welt herum.

Woran arbeitest du aktuell?

Ich nutze den September, um den letzten Band meiner ersten Vampirromanreihe endlich zu überarbeiten.
Im Oktober möchte ich die in der vorigen Antwort erwähnte Dystopie schreiben und im November ist der NaNoWriMo und somit Zeit für #7Leben Band 3.
Darauf muss ich mich allerdings noch vorbereiten, indem ich recherchiere und zumindest grob plane, was eigentlich passieren soll.

Du hast einen ganz schön engen Zeitplan. Wie schaffst du es, jeden Monat ein neues Projekt zu bearbeiten?

Ich muss :D. Klingt vermutlich bescheuert, aber wenn ich einen Zeitplan halte, dann reicht das fast immer aus, um ihn auch einzuhalten. In der Hinsicht bin ich sehr diszipliniert. Wobei ich nicht jeden Monat ein neues Projekt anfange, ich möchte nur innerhalb eines Monats eins fertig haben.
Aber an den Monaten, die ich nicht zum Schreiben vorsehe, überarbeite ich und das kann auch mal länger dauern.

Was darf für dich beim Schreiben auf keinen Fall fehlen?

Ich bin sehr anspruchslos. Klar, am liebsten schreibe ich in meinem bequemen Chefsessel, vor zwei Bildschirmen, in meinem tollen Schreibprogramm und mit einem Glas Wasser neben mir.
Aber: Ich kann praktisch überall schreiben und unter jeder Bedingung. Meine NaNoWriMos habe ich eigentlich nur so gut gewonnen, weil ich mir angewöhnt habe, mich von Umständen nicht beeinflussen zu lassen.
Ich schreibe auf Tempotaschentücher. Über OneDrive und Onlineword. In einem Online-Wörterzähler. In One-Note. Auf Handys mit T9.
Was nicht fehlen darf, wären somit vermutlich meine Hände 😀

Welche Bücher liest du selbst gerne?

Ich glaube, es ist einfacher zu definieren, was ich nicht gerne lese und das ist alles, wo Romance den Hauptplot stellt – oder der romantische Subplot zu sehr in den Vordergrund drängt. Geschichten mit viel Herzschmerz und „Kriegt sie/er ihn/sie oder nicht?“ interessieren mich einfach nicht besonders – ich kann mich leichter in einen dreiköpfigen Assassinen vom Planeten Morsmordre hineinversetzen, als in eine verliebte Teenagerin.
Das gleiche Problem habe ich mit auf Erotik ausgerichteten Plots, in denen es darum geht, wer, mit wem und auf welche Weise.
Das soll keine Herabwürdigung dieser Romane sein, ich bin mir sicher, es gibt handwerklich großartige Liebesromane und hervorragende erotische Literatur. Aber ich bin nicht deren Zielgruppe.
Dafür tummeln sich neben Fantasy in vielen Spielarten, Science-Fiction und so manchem historischen Roman ziemlich viele Sachbücher zu allen möglichen Themen in meinem Regal. Ich habe ein riesiges Lexikon der Geheimbünde, ein Buch über russische Zarinnen und eins mit Aufsätzen über das Attentat in der Menschheitsgeschichte. Es gibt Sachbücher, für die würde ich mir vermutlich einen Fuß abhacken lassen, um sie in die Finger zu kriegen.

Das klingt für mich so, als sei dir ein fundiertes Hintergrundwissen für deine Geschichten sehr wichtig. Wie sehr dürfen, deiner Meinung nach, Fantasyelemente die Realität beugen?

So wenig wie möglich. Innerhalb der Welt muss es in sich schlüssig sein – wenn es fliegende Schweine gibt, dann bitte keine dicken rosa Grunztiere mit Puttenflügeln. Da soll dann bitte solide recherchiert werden, wie so ein fliegendes Schwein am Plausibelsten aufgebaut wäre. Wo hat es Muskelansätze? Wo kann es durch Lufteinlagerungen Gewicht sparen? Kann es wirklich fliegen oder nur flattern wie ein Huhn?
Ich besitze beispielsweise zwei Grundlagenwerke zur Astrophysik, um meine Fantasyelemente wissenschaftlich zu unterfüttern. Außerdem habe ich früher viele populärwissenschaftliche Zeitschriften verschlungen. Eins meiner Bücherregale ist zu 70% mit Sekundärliteratur gefüllt, weil mir Fakten und Hintergründe wichtig sind. Fantasy ist nicht die Lizenz zum Unlogischsein.

Wo findet man dich im Netz?

Ich bin im Netz recht umtriebig, auch wenn ich je nach Portal unterschiedlich aktiv bin. Hier erstmal die üblichen Verdächtigen:

Website:  https://feuerblut.com/

Twitter:  https://twitter.com/evanesca

Instagram:  https://www.instagram.com/evanesca_feuerblut/

Facebook: https://www.facebook.com/katherina.ushachov.autorin

Außerdem betreibe ich ein Forum für Autor*innen (das http://www.antikreatief.de/ ), bin selbst Mitglied in mehreren hervorragenden Schreibforen (besonders hervorheben möchte ich hier den Tintenzirkel), gehöre zu den Autorinnen der Märchenspinnerei (http://maerchenspinner.layeredmind.de/) und zu den Nornen im Nornennetz (http://nornennetz.aeom.de/).

Schreibkick #46: Herbstfarben

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Hallo ihr lieben,

heute gibt es etwas außerhalb der Fortsetzungsgeschichte. Dieser kleine Text ist während einer Schreibaufgabe bei einem Treffen mit meiner Schreibgruppe entstanden und ich finde, er passt ganz gut zum Thema.

Kicki

Kicki hüpfte flink und geschickt von Ast zu Ast. Unter ihr rieselten gelbrote Blätter zu Boden. In einer Astgabel blieb sie sitzen. Hatte sie hier nicht vor kurzem ein paar Nüsse liegen lassen, als sie von der dämlichen Krähe belästigt worden war? Doch. Da waren sie. „Das schwarze Ungetüm hat sie also nicht gefunden“, dachte Kicki voller Genugtuung.
Sie griff sich eine  der Nüsse und drehte sie in ihren Pfötchen. Als sie gerade hineinbeißen wollte, hörte sie von unten Kindergeschrei.

„Gugg mal Mami, ein Eichhörnchen!“

Genervt hielt Kicki inne.

„Pssst“, machte die Mutter. Du verscheuchst es sonst.“

Kicki beobachtete, wie die Familie sich langsam an den Baum heranpirschte. „Für wie blöd halten die mich eigentlich?“, dachte sie bei sich. Sie hasste es, beim Essen begafft zu werden. Schnell nahm sie Anlauf über einen der ausladenden Äste und hüpfte hinüber auf die große Tanne. Dort schraubte sie sich am Stamm entlang in die Höhe und blieb, außerhalb der Sichtweite der Familie ganz oben sitzen und machte es sich bequem. In Gedanken ging sie all ihre Verstecke noch einmal durch. Unter dem Kastanienbaum, bei der Parkbank, hinter dem „Rasen nicht betreten“-Schild und so weiter. Sie war sehr zufrieden mit ihrer Arbeit. Der Winter konnte kommen. Die Berge in der Ferne trugen bereits weiße Mützen aus Schnee. Weit konnte der Winter also nicht mehr sein.

Diesen Monat waren dabei:
Anita (in der facebook-Gruppe gepostet)
Eva
Vro
Corly
Rina
Alice

Das Thema für den 01.11.2017 lautet: Nebelschwaden

Schreibkick #45: Sommerausklang

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Hallo ihr lieben,

ich bin wieder einen Tag zu spät dran. Ich hoffe, ihr habt trotzdem Spaß an der Fortsetzungegeschichte. Denn jetzt geht es weiter mit Miley, Hanna und … ja … und wem wohl?

Sommerausklang

Zögerlich mischten wir uns unter das Volk. Gitarrensound und Trommelrhythmen drangen aus den Lautsprechern. Unser erster Gang führte uns zu der aufgebauten Theke.
»Hey, willst du auch Bowle?«, fragte Hanna.
Ich nickte. »Gerne.«
»Soll ich versuchen, die mit Alkohol zu bekommen?«
Ich sah sie mit großen Augen an. Alkohol hatte ich bisher nur an meinem 16. Geburtstag getrunken, als mein Vater mir erlaubt hatte, zur Feier des Tages ein kleines Gläschen Rotwein zu probieren. Geschmeckt hatte es mir nicht, aber das warme Gefühl danach war ganz angenehm gewesen.
»Hm.«, antwortete ich daher.
»Ich probiere es einfach.«
»Hm«, sagte ich wieder.
Ich beobachtete, wie Hanna zielstrebig auf den Kellner hinter der Theke zuging. Sie zeigte auf eine der großen Schüsseln und sagte etwas. Der Mann jedoch zog eine Augenbraue hoch, grinste dann und füllte ihr schließlich zwei Becher aus der anderen Schüssel voll.
Als Hanna mir den Becher in die Hand drückte, zuckte sie nur mit den Schultern und meinte: »Hat nicht geklappt.«
Mit meiner alkoholfreien Erdbeerbowle in der Hand sah ich mich um. Bisher standen die meisten Leute an den Stehtischen herum, unterhielten sich und nippten an ihren Getränken. Ein paar Mädchen ließen ihre Hintern leicht zu der Musik wippen. Die übrigen Leute hatten sich ein wenig abseits mit Bier, Sekt und Bowle in den Sand gesetzt. Die meisten waren schick, sommerlich gekleidet, aber nicht wirklich aufgetakelt. In meinem Look fühlte ich mich daher einigermaßen wohl.
Hanna stieß mich mit dem Ellbogen an. »Komm, setzen wir uns auf die Baumbank.«
»Okay.«
Am Strand war vor einigen Jahren ein riesiger Stamm angespült worden. Von ersten Tag an, war er ein beliebter Aufenthaltsort gewesen. Und da keiner sich zuständig fühlte, oder es für nötig hielt, ihn wegzuräumen, hatte er einige Jahre so verbracht. Dann kam auf einmal von irgendwem im Stadtrat die Idee, dass man etwas damit machen müsse. Verschönerung des Stadtbildes und so. Und da jeder den Baum behalten wollte, wurde ein Künstler des Nachbarortes beauftragt, eine Bank daraus zu machen. Er hatte in die Oberseite des Baumes ein paar kleine Sitzkuhlen gefräst – oder wie man dazu sagt. Um die natürliche Ästhetik mit modernem Minimalismus zu vereinen, hieß es damals, glaube ich. Jetzt haben wir einen stinknormalen Stamm mit leichten Kuhlen – unsere Baumbank. Und der Künstler ist vermutlich um ein paar tausend Euro leichter.
»So lässt es sich doch leben«, meinte Hanna, als wir uns auf die Baumbank hievten.
»Ja, das stimmt.«
Leise drang das Rauschen der Wellen zwischen der Musik zu uns vor. »Trotzdem würde mich interessieren, wer diese Party veranstaltet«, sagte ich.
»Wir können ja nachher mal rumfragen«, antwortete Hanna. Dann runzelte sie die Stirn und stieß mich mit dem Ellenbogen an. Sie nickte in eine bestimmte Richtung und ich folgte ihrem Blick. Dort stand ein Junge. Oder eher ein junger Mann. Wahrscheinlich so um die 18. Ich hatte ihn noch nie gesehen. Er war auch etwas fülliger, sah aber ganz nett aus in seinem hellblauen Poloshirt und den schwarzen Shorts. Einen Pullover hatte er locker über die Schultern geworfen. Das war gut. Die meisten banden sich ihre Pullover um ihre Hüften. Aber das betont unsere Problemzonen nur unnötig. Er hatte drei Becher in der Hand und kam zögerlich auf uns zu, als er unsere Blicke bemerkte.
»Hi«, sagte er, und hätte er die Hände frei gehabt, hätte er sich bestimmt verlegen am Kopf gekratzt.
»Hi«, antworteten wir im Chor.
»Ich … ähm … also ich habe vorhin gehört, wie ihr. Also wie du …« er sah Hanna an. »Wie du die Bowle mit Alkohol bestellen wolltest. Was dann ja nicht geklappt hat.« Er lächelte nervös. »Also ich habe euch welche mitgebracht, wenn ihr wollt?«
Wieder einer von Hannas Verehrern. War ja klar. Genervt starrte ich auf den Sand unter meinen Füßen, als hätte der mit etwas wichtiges zu sagen. Wieder bemerkte ich einen Stoß in der Rippengegend. Als ich aufblickte, sah ich, dass der Kerl nicht Hanna, sondern mich verlegen angrinste. Mein Herz begann zu rasen.
»Ich … äh … ja. Also klar doch.«
Er atmete erleichtert aus und drückte mir und Hanna jeweils einen Becher in die Hand. »Ich bin übrigens Fred.« Er sprach den Namen englisch aus. »Also eigentlich Ferdinand. Aber alle nennen mich Fred.«
Auch wir stellten uns ihm vor. Dann stießen wir an und ich nahm einen Schluck von meiner Bowle. Sie schmeckte sehr süß. Kein Vergleich zu dem Rotwein, den ich damals getrunken hatte. Wenn Alkohol so schmeckte, konnte ich mich wohl doch daran gewöhnen. Vor allem, wenn er mir von einem so netten Typen gebracht wurde. Jetzt galt es, irgendwie diese Konversation am Laufen zu halten. Ich musste mir etwas einfallen lassen.
»Ähm. Warum haben wir dich denn noch nie hier im Ort gesehen? Eigentlich kennt man sich hier ja.«
»Ich bin gerade mit meinem Vater hergezogen. Er hat hier einen Job bekommen. Ich hätte auch bei meiner Mutter in Berlin bleiben können. Aber in einem Jahr, nach meinem Abi, wollte ich eh weg aus der Stadt. Also habe ich die Chance genutzt, um jetzt schonmal was Neues zu sehen.«
»Dann haben sich deine Eltern getrennt?«, frage Hanna neugierig.
»Ja. Aber schon vor Jahren.«
»Und wo arbeitet dein Vater jetzt?«, mischte ich mich wieder ein. Ich wollte nicht, dass Hanna ihn zu seiner gesamten Familiengeschichte ausfragte, wie sie es so gerne tat.
»Bei Plant 2.0.«
»Dem Genpflanzenunternehmen?«
»Ja genau. Er ist Mikrobiologe und untersucht die Zellen der unterschiedlichen Züchtungen.«
»Cool«, sagte ich.
»Cool?«, keifte Hanna schrill. »Ich finde, unsere Natur bekommt das ganz gut alleine hin mit den Pflanzen. Ich verstehe nicht, warum alles immer noch besser, größer und effizienter werden muss!«
Diese Diskussion wurde in unserem Ort bereits hunderte Male geführt, seit Plant 2.0 ihr Fabrikgebäude und die Versuchsfelder am Stadtrand eingeweiht hatte. Sogar im Schulunterricht war Gentechnik ein Thema geworden. Hanna war eine der erbittertsten Gegnerinnen und würde sich bei Protesten vermutlich freiwillig an das Fabriktor ketten lassen. Das konnte heute Abend ja noch ein spannender Sommerausklang werden.

Fortsetzung folgt …

Das Thema für den 01.10.2017 lautet: Herbstfarben

Diesen Monat waren dabei:
Eva
Vro
Rina

Schreibkick #40: Platzregen

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Hallo ihr lieben,

ich bin diesen Monat etwas zu früh dran, da ich nicht weiß, ob ich morgen zum posten kommen werde.
Ich wusste lange nicht, was ich zu diesem Thema schreiben soll, also habe ich mir überlegt, die Protagonistin meines nächsten Romans einfach mal hinaus in den Regen zu schicken. Somit bekommt ihr heute bereits die Gelegenheit, Lia ein wenig kennenzulernen. Viel Spaß beim Lesen!

Platzregen

Lia blickte durch das Fenster in ihrer Haustüre nach draußen und zog sich dabei die Kapuze ihres Regencapes über den Kopf. Sie konnte das Prasseln des Regens bereits in ihrer kuschelig warmen Wohnung hören. Als sie die Tür öffnete, wurde es mit einem Schlag lauter. Es war kein Gewitter, sie hatte zumindest noch keinen Donner gehört. Und doch regnete es in Strömen. Lia lächelte und trat hinaus. Dann blickte sie nach oben in den Himmel. Es war dunkel, die Wolken verdeckten den Himmel,  und schwere Tropfen zerplatzten auf ihrem Gesicht. Bevor ihre Kapuze sich mit Wasser füllen konnte, senkte sie den Kopf wieder und machte sich auf den Weg zum Café, wo sie ihre Freundin treffen würde. Sie wusste, wie das Gespräch beginnen würde. „Das ist ja mal ein furchtbares Wetter. Ich bin klitschnass“, würde Clara sagen. Lia würde nur lächeln. Sie liebte den Regen.

Ein paar Gestalten, in dunkle Mäntel gehüllt oder unter großen Regenschirmen schutzsuchend, huschten an ihr vorbei. Hin und wieder hob einer den Kopf und musterte sie kurz in ihrem vermutlich sehr auffälligen, türkisen Regenmantel, der ihr bis zu den Knien reichte und an der Taille mit einem Gürtel zusammengebunden war. Dann senkten sie wieder missmutig ihren Blick, als müssten sie es zwingend vermeiden, einen Tropfen abzubekommen. Lia verstand die ganze Aufregung und all die Beschwerden über das Wetter nicht. Im Sommer war es zu warm (zumindest, wenn man die Tage im Büro oder in der Uni verbringen musste, am Wannsee wäre es schon okay), im Winter zu kalt (wenn denn wenigstens richtig Schnee liegen würde!), Frühling und Herbst waren eh nichts Gescheites und kaum eine Erwähnung wert (dieses Aprilwetter!). Und der liebe Regen, der war sowieso die Hauptursache für schlechte Laune. Mitunter genügten auch ein paar Wolken am Himmel. Lia wusste bei all diesen Diskussionen nie so recht, was sie sagen sollte. Sie verstand nicht, weshalb Meteorologen mit ihrer Vorhersage eine kollektive kurze depressive Episode bei ihren Mitmenschen auslösen konnten. Sie streckte die Hand aus und spürte, wie das kühle Nass über ihre Finger rann. Sie mochte das Gefühl. Und das Geräusch des Regens, hinter dem all die anderen Laute der Stadt zurückwichen, so dass es zwischen all dem Lärm plötzlich beinahe still wirkte. Und sie mochte den Wind, der ihr im Herbst die Haare zerzauste, den knirschenden Schnee unter ihren Füßen und das platschende Geräusch von Schneematsch, wenn man schwungvoll darauf trat. Lia liebte die trockene Hitze des Sommers ebenso sehr, wie ein lautes, grelles Gewitter im Frühling.
Ein Auto fuhr an ihr vorbei und ließ eine Welle frischen Regenwassers über den Gehweg schwappen. Lia sog die Luft ein. Es duftete herrlich frisch, der Großstadtmief war wie weggewaschen. Wie konnte man das nicht lieben? Sie hatte das Café erreicht, in welchem sie sich mit Clara treffen wollte. Beim Eintreten wehte ihr der Duft von Kuchen und Kaffee entgegen. Warme Luft umfing sie. In der hinteren Ecke sah sie ihre Freundin bereits am Tisch sitzen, einen Regenschirm neben sich zum Trocknen aufgestellt. Lia lief zu ihr hinüber, während sie ihren Regenmantel abstreifte.
„Hallo Clara.“
„Hi Lia.“
Clara stand auf, um ihre Freundin zur Begrüßung zu umarmen. „Du bist ja ganz nass. Das ist aber auch ein furchtbares Wetter. Meine Hose ist klitschnass.“
Lia lächelte.

Das Thema für den 01.05.2017 lautet: Kuriose Geschichten aus dem Freibad

Diesen Monat waren dabei:
Veronika
Eva
Nicole

Das Jahr 2017 oder so …

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Hallo ihr lieben,

bis auf die Schreibkicks war es hier einige Zeit lang ziemlich still. Das liegt daran, dass ich gerade in meinem Brotjob ziemlich viel zu tun habe und trotzdem versuche, nebenher fleißig an einigen Projekten zu arbeiten. Aber jetzt wird es mal wieder Zeit, euch an meinen Plänen teilhaben zu lassen.

#Gruselmeer

Da wäre zum einen das Projekt #Gruselmeer, an dem ich gemeinsam mit einigen anderen Autoren arbeite. Meine Geschichte steht, befindet sich gerade in einem der vielen, vielen Überarbeitungsschritte und wächst und gedeiht. Mehr kann ich euch dazu momentan leider noch nicht verraten. Aber ihr dürft gespannt sein … 🙂

#Voodoo

Zum anderen arbeite ich fleißig an meinem neuen Roman. Der Arbeitstitel lautet #Voodoo. Dabei wird es nicht bleiben – versprochen. Mir fällt aber auch einfach nichts besseres ein. Dieser Text wird noch etwas dauern … so langsam nimmt die Sache aber Formen an.

#schräg

Auf Wattpad veröffentliche ich außerdem seit Februar ein paar Kurzgeschichten. Alles, was sich im Laufe der Zeit so gesammelt hat. Von fantastisch bis einfach schräg. Jeden Sonntag (wenn ich es nicht vergesse) gibt es einen neuen Teil.

#Schattendrache

Dazu sag ich mal noch garnichts *muhahahahaha*

Nevia und das Geheimnis der Elfenmagie

Der ein oder andere von euch hat es vielleicht schon gesehen. Ich bin seit neuestem bei snipsl. Über die App werde ich nach und nach meine kleine Nevi veröffentlichen. Ja, die Geschichte ist fertig, von einigen Testlesern für gut befunden, aber noch lange nicht ausgereift. Daher freue ich mich über Leser und Feedback.

Das Cover ist in einer Nacht-und-Nebel Aktion entstanden:
„Ooooh snipsl, was is denn das?“,
„Ah, das wäre doch cool für Nevi, mal beim Support fragen, wie man Autor wird!“
An dieser Stelle mit langer Wartezeit gerechnet. Fünf Minuten später: „Okay, ich bin bei snipsl. Waaaaah! Ich brauche ein Cover! SCHNELL!“
Dafür ist es doch ganz gut geworden, oder?

Worum gehts?

Nevia, die von allen nur Nevi genannt wird, ist ein Trollmädchen. Sie gilt als tollpatschig, ständig fällt ihr etwas um oder geht zu Bruch. Doch dann trifft sie Audrina Gilby, ihre Klassenlehrerin, die mehr hinter Nevis Schusseligkeit vermutet: Elfenmagie. Sie beginnt zu üben und entdeckt ungeahnte Fähigkeiten in sich.
Voll neuer Hoffnung versucht Nevi, ihrer Lehrerin gegen ein paar Geldeintreiber beizustehen. Doch dabei legt sie sich mit der einflussreichsten Frau in Fuchseck an, was dramatische Folgen für sie, Frau Gilby und das ganze Dorf hat.

 

 

 

Leipziger Buchmesse

Außer der vielen Arbeit und dem ganzen Geschreibe, bin ich nebenher dabei, gemeinsam mit den Wortstürmern unseren Messebesuch auf der Leipziger Buchmesse zu planen. Für mich heißt das hauptsächlich, Termine koordinieren: Wann will ich wo sein um wen zu treffen? Falls ihr mich besuchen wollt, viel Zeit werde ich am Stand der Wortstürmer (Halle 5 D502, in der Nähe der Bloggerlounge) verbringen. Also schaut doch einfach mal dort vorbei.

#Schreibkicks

Hier bleibt alles wie immer. Monatlich gibts ein Thema, wer mag, darf dazu einen Text schreiben (alles Geschriebene zählt, egal ob Kurzgeschichte, Songtext, Haiku …) und es zum 1. des nächsten Monats auf seinem Blog oder sonstwo posten. Bescheid geben nicht vergessen, damit ich euch verlinken kann. 🙂

So, das wars dann vorerst mal von mir und meiner Jahresplanung 2017.
Viele liebe Grüße,
Sabi

Schreibkick #39: Frühlingsblüten

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Hallo ihr lieben,

ich weiß, es ist viel zu spät für den Schreibkick. Aber die Woche war bisher etwas verrückt, daher besser spät als nie.

Ich habe keine Ahnung, wie mein Hirn den Sprung von Frühlingsblüten hin zu dieser Szene geschafft hat. Aber das Ergebnis gefällt mir ganz gut. Ich hoffe, euch auch.

Die Sanduhr

Über mir die Sterne glüh’n,
unter mir die Blumen blüh’n.
Den lauen Wind der Sommernacht
spür‘ ich auf meiner Haut, ganz sacht.

Das Gras, es ist ganz nass vom Tau,
die Blüten stellen sich zur Schau.
Sie leuchten in der schönsten Pracht,
dass es mir richtig Freude macht.

Auf einem Hügel, nicht mehr weit,
steht eine Bank zum Ruh’n bereit.
Ich komme näher. Was ist das nur?
Auf der Bank steht eine Sanduhr.

Der Sand, der rieselt unentwegs,
ich spür‘, dass meine Zeit vergeht.
Ich zerre, reiße, will sie drehn,
doch schwer wie Blei, bleibt sie stehn.

Erschöpft sinke ich ins weiche Gras,
die Zeit bewahr’n, wie schafft man das?
Neben mir erklingt ein Kichern,
ein weißer Fuchs, die Pfoten silbern.

„Die Zeit, die ist ein stures Ding,
läuft unentwegt vor sich hin.
Keine Chance den Weg zu ändern“,
spricht er, stupst mich an den Händen.

„Folge mir und du begreifst,
wie du dich davon befreist.“
Er schreitet fort, ich folge ihm,
so laufen wir schweigend dahin.

Er führt mich bis zu einem Strand
und setzt sich in den hellen Sand.
Erstes Licht die Welt erhellt,
Das Farbenspiel, sensationell.

Sprachlos seh’n wir übers Meer,
mein Denken, das wird leicht und leer.
fasziniert, zeitgleich geborgen,
vergesse ich all meine Sorgen.

Der Fuchs reißt mich aus den Gedanken,
blickt zurück, woher wir kamen.
Täusch ich mich? Ich seh’s ganz klar!
Die Sanduhr rieselt langsamer.

Verschmitzt der Fuchs nun zu mir blickt.
„Die Zeit, die ist eben verrückt.
Du musst nutzen, was du hast,
weil du das Beste sonst verpasst.“

 

Diesen Monat waren dabei:
Nicole Vergin
Eva
Veronika

Das Thema für den 01.04.2017 lautet: Platzregen