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Die Gruselmeer Autoren #4: Myna Kaltschnee/Mimi

Hallo meine lieben,

heute geht es weiter mit Mimi, bzw. Myna Kaltschnee. Mit ihr schleichen wir uns in eine Brandruine und finden dort um einiges mehr, als ein paar verkokelte Einrichtungsgegenstände …

Autorenvita:  Mimi erblickte im „Mauerfalljahr“ 1989 in einem kleinen, schwäbischen Städtchen das Licht der Welt. Schon als Kindergartenkind liebte sie es, Geschichten zu erzählen. Sie konnte es kaum erwarten, in die Schule zu kommen und schreiben zu lernen. Während ihrer Schulzeit engagierte sie sich für verschiedene Schülerzeitungen.

Da sie schon immer eine große Liebe zu Büchern hegte, absolvierte sie mehrere Praktika in der örtlichen Stadtbücherei und entschloss sich schließlich, den Beruf der Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in der Fachrichtung Bibliothek zu ergreifen.

Seit Mai 2015 veröffentlicht Mimi als Myna Kaltschnee Kurzgeschichten und Artikel rund ums Thema Schreiben in ihrem Blog. Sie hat einen sehr vielseitigen Geschmack und legt sie sich nicht gerne auf ein Genre fest. So schreibt sie sowohl Horror und Fantasy, als auch Science Fiction und (LGBT) Liebesgeschichten, letzteres als Emma Escamilla.

Erzähl mal Mimi, worum geht es in deiner Geschichte „Die Brandruine“?

In „Die Brandruine“ geht es um drei Teenager, zwei Jungs und ein Mädchen, die die verrückte Idee haben, nachts in eine Brandruine einzubrechen. Hätten sie allerdings geahnt, worauf sie darin stoßen, so hätten sie wohl die Finger von der Ruine gelassen. 😀

Klingt gruselig. Wie bist du auf die Idee für deine #Gruselmeer-Kurzgeschichte gekommen?

Ursprünglich habe ich die Geschichte für einen Wettbewerb geschrieben, schickte sie dann aber doch nicht ein, weil ich mich für eine andere Geschichte entschied.

Sie wurde inspiriert von einer echten Brandruine in meiner Nachbarschaft, einem Einfamilienhaus, das 2015 vollkommen abgebrannt ist. Ich habe mich einfach gefragt, was passieren könnte, wenn man dieses leerstehende, zerstörte Haus nachts betreten würde.

Machst du solche Dinge nur in deiner Fantasie oder hast du tatsächlich schon mal verlassene, spannende Orte ausgekundschaftet?

So richtig habe ich das noch nicht gemacht. Wobei es in der Kleinstadt, in der ich aufgewachsen bin, einen verlassenen Bahnhof gab, dessen Grundstück ich mal mit meiner Schwester ausgekundschaftet habe. Aber wir sind nicht ins Bahnhofsgebäude eingebrochen. So mutig waren wir nicht. 😀

Verrätst du uns den ersten Satz deines Textes?

„Was, wenn das Haus einsturzgefährdet ist?“, fragte Nina und stemmte die Hände in die Hüften.

Was machst du beim Schreibmeer normalerweise?

Normalerweise schreibe ich als Autorin Artikel für das Schreibmeer, sowohl über das Schreibhandwerk, als auch das Bloggen oder Social Media. Außerdem betreue ich die Facebookseite und den Pinterest-Account.

Was schreibst du sonst so?

Ich bediene vielfältige Genres und will mich gar nicht so richtig festlegen. Die Liebe spielt meist eine wichtige Rolle in meinen Geschichten, aber ich schreibe nicht nur Romantisches (was ich übrigens als Emma Escamilla tue). Als Myna Kaltschnee widme ich mich den Genres Fantasy, Horror, Science Fiction und düstere Reality.

Woran arbeitest du aktuell?

Momentan schreibe ich an einem High-Fantasy-Roman, in dem Dryaden, also Baumnymphen, die Hauptrolle spielen. Außerdem überarbeitete ich gerade eine lesbsische Liebesgeschichte und einen Horrorkurzroman.

Das klingt nach einer Menge Arbeit. Wie schaffst du es, bei den unterschiedlichen Geschichten und Projekten den Überblick zu behalten?

Da es vom Genre her sehr unterschiedliche Geschichten sind, fällt es mir eigentlich nicht schwer, den Überblick zu behalten. Wobei ich natürlich auch nicht immer alles mache. Es gibt Tage, da schreibe ich nur und Tage, die ich zur Überarbeitung nutze. Und dann gibt es natürlich auch noch die Tage, an denen ich vor lauter Prokrastinieren zu nichts komme … 😉

Was darf für dich beim Schreiben auf keinen Fall fehlen?

In den kühleren Jahreszeiten ist das defintiv eine Kanne Tee. Im Sommer bevorzuge ich Wasser. Hauptsache, ich habe immer genug zu trinken da, denn schreiben macht durstig. Außerdem brauche ich Musik beim Schreiben, die mich in Stimmung bringt. Das kann von Geschichte zu Geschichte völlig unterschiedlich ausfallen. Als ich meinen Dark-Fantasy-Vampir-Roman geschrieben habe, habe ich beispielsweise sehr viel Metal gehört. Bei romantischen Projekten ist es dann doch eher Kuschelrock.

Welche Bücher liest du selbst gerne?

Eigentlich querbeet: Liebesromane, Horror, (Urban/Dark) Fantasy, Dystopien, Psychothriller, aber auch humorvolle Texte.

Wo findet man dich im Netz?

Fast überall. 😀

Facebook Myna Kaltschnee: https://www.facebook.com/myna.kaltschnee/

Facebook Emma Escamilla: https://www.facebook.com/emmaloveswriting/

Twitter Myna Kaltschnee: https://twitter.com/mynakaltschnee

Twitter Emma Escamilla: https://twitter.com/emmaloveswritin

Pinterest: https://www.pinterest.de/psychokid11/

Instagram: https://www.instagram.com/xthornbird11x/

Blog Myna Kaltschnee: https://myna-kaltschnee.com/

Blog Emma Escamilla: https://emmaescamillablog.wordpress.com/

Die Gruselmeer Autoren #3: Katrin Scheiding

Zum Sonntag gibt es ein wunderbares Interview mit Katrin Scheiding. In ihrer Geschichte schickt sie euch auf Entdeckungstour in ein altes Haus, auf den Spuren myteriöser Vorgänge.

Autorenvita:  Katrin wurde 1977 im schönen Ruhrgebiet geboren und entdeckte schon früh die Magie der Buchstaben. Nach dem Abitur studierte sie in Düsseldorf Germanistik und Medienwissenschaft (im vergangenen Jahrhundert noch auf Magister) und promovierte dort irgendwann über Theodor Fontanes Romanwerk. Jetzt lebt sie mit Mann, Kindern und Katze in einem nordhessischen Dorf.

Beruflich startete sie als Volontärin in einem Ratgeberverlag und durchlief die unterschiedlichen Stationen der Verlagswelt von der Manuskriptidee bis zum Buchdruck. Vor ein paar Jahren entschied sie sich, mit einem eigenen Lektoratsbüro den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen. Seitdem unterstützt sie Verlage, Indie-Autoren, Studenten und alle, die einen Text zwischen zwei Buchdeckel bekommen wollen, bei ihren Projekten (www.katrinscheiding.de) und verleiht den Manuskripten den letzten Schliff.

Als passionierte Leserin bloggt sie auf www.nowheremansbuecherschrank.wordpress.com über Bücher, Lesefreuden und die herrliche brotlose Kunst des Wörterschmiedens.

Beim Schreibmeer ist sie schwerpunktmäßig für die graue Theorie und das Hintergrundwissen zu schriftstellerischen Themen zuständig und macht auch trockene Themen für Autoren spannend.

Erzähl mal Katrin, worum geht es in deiner Geschichte „Am Salzmarkt“?

Im Haus am Salzmarkt gehen ungewöhnliche Dinge in einer Dachkammer vor. Gleichzeitig taucht im Dorf ein Historiker auf, der seine Nase in fremde Angelegenheiten steckt. Henriette (die Bewohnerin des Hauses) und Justus (der Historiker) stoßen auf Vorgänge, die aus einer uralten Zeit stammen …

Wie bist du auf die Idee für deine #Gruselmeer-Kurzgeschichte gekommen?

Da kamen zwei Fragen zusammen, die zu meiner Kurzgeschichte führten. Erst fragte meine Tochter, ob es nicht eine Schauergeschichte gäbe, die ihr endlich mal gefällt. Die Kindergruselgeschichten waren ihr alle zu niedlich und harmlos, die „echten“ waren dann doch zu heftig. Sie mag den Grusel nach Art von E. A. Poe oder E. T. A. Hoffmann, aber eben nicht ganz so nervenkitzelnd. Gleichzeitig suchte Tinka Beere nach Geschichten für das #Gruselmeer. Gut, sagte ich mir, gehen wir es eben an. Dummerweise wurde die Geschichte dann doch zu gruselig für Kinder, selbst für meine hartgesottene Tochter.

Verrätst du uns den ersten Satz deines Textes?

„Das Haus war groß, alt und schön.“

Was machst du beim Schreibmeer normalerweise?

Eigentlich bin ich als Autorin für das Hintergrundwissen zuständig und schreibe über die verschiedenen Literaturepochen. Außerdem plaudere ich aus Lektoratssicht aus dem Nähkästchen und gebe Tipps, um Stolperfallen beim Schreiben zu erkennen und zu vermeiden.

Literaturepochen … klingt interessant. Wie bist du zu dem Thema gekommen?

Ich habe ja Literaturwissenschaft studiert und dabei so ziemlich alle Literaturepochen seit dem Hochmittelalter berührt. Der Witz daran ist – eigentlich ja auch logisch – dass die Epochen auf irgendeine Art aufeinander aufbauen. Mal wird die Epoche verfeinert und differenziert, bis eine neue Strömung entstanden ist, mal geht es aber auch in eine völlig konträre Stilrichtung wie bei einem Pendel, das in die beiden Extreme ausschlägt. Jedenfalls haben die Literaturepochen immer etwas miteinander zu tun. Sie lernen in einer Weise voneinander.

Ich halte es für wichtig, dass sich moderne Autoren in den Literaturepochen auskennen und verorten können. Es ist mir nicht selten im Lektorat untergekommen, dass ich einen Text gelesen habe, der sauber einer bestimmten Theorie folgt – was aber beim Autor oft völlig unbewusst passiert. Ich als Lektorin kann zum Beispiel sehen: „Dieser Thriller folgt der Theorie des Kriminalromans nach Dürrenmatt“, was für den Leser ja eigentlich uninteressant ist. Für den Autor kann das aber erstens eine wichtige Inspirationsquelle sein und vor allem auch ein gutes Handwerksmittel, um Brüche und Unstimmigkeiten im Text zu erkennen und zu beseitigen. Oder auch, um bewusst Stile zu mixen. Dafür muss man die Motive allerdings kennen und einordnen. Warum nicht mal die Motivik des Jugendstils und der Romantik in Urban Fantasy oder auch Horror einbauen oder so? E. T. A. Hoffmann zum Beispiel liefert grandiose Inspirationen.

Außerdem kann man von seinen Vorfahren nur lernen, und wenn es darum geht, nicht denselben Irrtum zu begehen. Somit finde ich es wichtig, dass das entsprechende Hintergrundwissen beim Schreiben mitschwingt.

Was schreibst du sonst so?

Mehr oder weniger gar nichts. Ich mag Poetry Slams, die ich aber nur für mich schreibe und noch nie performt habe. Aber nun schwirren diverse Ideen für Gruselgeschichten in meinem Kopf herum 😉

Heißt das, es wird in der Zukunft eventuell doch die eine oder andere Geschichte von dir geben?

Ich halte es da wie James Bond: Sag niemals nie.

Woran arbeitest du aktuell?

An einer Kurzgeschichte, die im Mittelalter spielt und die klassischen Totentanzdarstellungen zum Gegenstand hat.

Was darf für dich beim Schreiben auf keinen Fall fehlen?

Kaffee!

Welche Bücher liest du selbst gerne?

Ich bin offen für alles, der Text muss eine bestimmte Saite bei mir anschlagen. Ich mag gut recherchierte historische Romane, ich mag Fantasy, ich mag Klassiker, ich mag moderne Belletristik … Irgendwo zwischen J. R. R. Tolkien, Theodor Fontane, Haruki Murakami und Ralf Rothmann bin ich glücklich. Aber gegen Tennessee Williams und Günter Grass hab ich auch nichts. Nur les ich irgendwie nicht gern Lustiges. Ich weiß auch nicht wieso, wo ich doch ziemlich gern lache;)

Wo findet man dich im Netz?

Bei www.katrinscheiding.de, bei https://nowheremansbuecherschrank.wordpress.com/ und auf Facebook bei https://www.facebook.com/DrKatrinScheidingKorrektoratUndLektorat/

Die Gruselmeer Autoren #2: Florian Waldner

Weiter geht es heute mit Florian, der uns in seiner Geschichte auf Geisterjagd schickt.

Autorenvita:  Florian Waldner lebt und schreibt im schönen Bregenzerwald. Als Leseratte, Story-Telling-Enthusiast, Wortspieler und Fan von allem, was eine gute Geschichte enthält, lag ein Studium in Germanistik und Latinistik nahe. Neben regelmäßigen Beiträgen über das Schreiben und Kreativtechniken beim Schreibmeer veröffentlicht er Kürzestgeschichten und Gedichte für Zwischendurch auf seinem Blog „Tintenfleck“.

Erzähl mal, Florian,  worum geht es in deiner Geschichte „Das Haus in Athens“?

Das ist schwierig. Ich will ja nicht zu viel verraten, aber auch nicht zu wenig. Im Grunde geht es um zwei „Geisterjäger“ – falls man sie so nennen kann –, die ein Auftrag nach Athens, Pennsylvania, führt. Dort steht ein Haus, in dem die beiden dann … nun, da möchte ich nun eigentlich wirklich nichts mehr verraten.
„Geisterjäger“ sagt doch schon alles, nicht?

Wie bist du auf die Idee für deine #Gruselmeer-Kurzgeschichte gekommen?

Die Geschichte an sich beschäftigt mich schon sehr lange, denn sie hat ein historisches Vorbild. In einem Brief an einen Freund schildert der römische Politiker Gaius Plinius Caecilius Secundus, besser bekannt als Plinius der Jüngere, eine ganz ähnliche Geschichte über ein Haus, das in Athen steht. Die Art und Weise, wie der Philosoph, der in diesem „Gespensterbrief“ das Haus betritt, mit der Situation umgeht, hat mich schon immer fasziniert. Als dann die Idee mit dem #Gruselmeer aufkam, wusste ich schnell, dass ich mich weiter mit der Geschichte von Plinius befassen möchte – aber anstatt sie einfach nachzuerzählen, habe ich sie für mich selbst vollkommen zerlegt und neu zusammengearbeitet. Aus dem alten Athen wird Pennsylvania, aus der Antike das 19. Jahrhundert, aus einem alten Philosophen zwei junge Menschen … es war spannend, zu sehen, wie sich die Geschichte dadurch verändert und was man damit alles machen kann.

Verrätst du uns den ersten Satz deines Textes?

Die Kerzen flackerten, als die Entität des Jenseits nach ihnen griff.

Was machst du beim Schreibmeer normalerweise?

Ich schreibe Artikel, in der Regel über Erzähltechniken, literarische Traditionen und Schreibtheorien, manchmal aber auch „einfache“ Praxistipps. Ist spannender, als es klingt 😉

Dann erzähl uns doch von dem spannenden Part. Was reizt dich an diesen Themen?

Für mich persönlich ist Schreiben mehr als nur das Erzählen einer guten Geschichte. Natürlich braucht man einen hieb- und stichfesten Plot mit überraschenden Wendungen, interessante Charaktere, mit denen man sich identifizieren kann, und nachvollziehbare Konflikte, damit die Handlung für das Publikum verständlich bleibt.
Daneben fasziniert mich aber auch, wie eine gute Geschichte erzählt wird – all die vielen kleinen Tricks und Kniffe, die über die bloße Handlung hinausgehen und die Leserinnen und Leser oft gar nicht bemerken, weil sie völlig unbewusst wirken. Dazu zählen etwa all die vielen kleinen Dinge, die auf Satz- und Wortebene passieren, etwa, dass man Adjektive und Nomen verwendet, die direkt eine gewisse Atmosphäre aufbauen – niemand würde beispielsweise in einer Gruselgeschichte das Wort „süß“ verwenden. Oder dass man Sätze verkürzt, teilweise bis hin zur Auslassung von Subjekten, Objekten und sogar Prädikaten, um so das Lese- und Erzähltempo zu steigern (und damit auch die Spannung). Oder dass man abwechslungsreiche Satzanfänge verwendet.
Oder an der richtigen Stelle Absätze setzt.

Solche kleinen Kniffe und Regeln gibt es hunderte – aber wirklich spannend wird es dann, wenn Autoren sie bewusst nicht einsetzen, bewusst die Regeln verletzen und damit noch einmal etwas völlig Neues schaffen. Das ist das absolute Meisterlevel, Techniken zu beherrschen und im richtigen Moment auf sie zu verzichten.
Denn eine Geschichte kann noch so gut sein, sie wird besser, wenn man sie auch gut erzählt.

Was schreibst du sonst so?

Ich habe ein Faible für Kürzestgeschichten aller Art. Vom Genre her bin ich nicht festgelegt, Science-Fiction und Fantasy wechseln sich mit Humorvollem und Liebesschnulzen ab, manchmal vermischt sich auch alles ineinander. Ich experimentiere auch gern mit den unterschiedlichsten Techniken und Motiven, verfasse Drabbles und Nonsense-Texte, Parodien und Texte, die die Realität verdrehen … der gemeinsame Nenner könnte vielleicht sein, dass es in meinen Texten meistens nicht so kommt, wie man es zuvor erwartet hat.

Woran arbeitest du aktuell?

Ich konzentriere mich derzeit vor allem auf die Fertigstellung einer Anthologie, die unter dem Titel #Projekt24 auf meinem Blog zum Teil schon vorveröffentlicht wurde. Es geht darin um Geschichten rund um das Motiv „Dinner for Two“. An der Anthologie sind neben mir 23 andere Autorinnen und Autoren beteiligt, darunter feste Größen der Indie-Szene genauso wie bisher unbekannte Schreiberlinge. Die Texte sind trotz der engen Vorgabe erstaunlich vielfältig, alle Arten von Genres sind vertreten, Humorvoll bis traurig, phantastisch bis realistisch. Als Erscheinungstermin peilen wir noch dieses Jahr an, ein genaues Datum steht leider noch nicht.

Daneben gilt meine ganze Aufmerksamkeit meinem Kurzgeschichten-Blog, dem Tintenfleck, auf dem ich nach einer langen Pause jetzt wieder wöchentlich einen neuen Text veröffentliche.

Was ist für dich die Motivation dahinter, Geschichten einfach so, kostenfrei auf deinem Blog zu veröffentlichen? Und für wen sind sie gedacht?

Der „Tintenfleck“ ist meine kleine „Experimentierkammer“ – es gibt dort keine Gatekeeper, keine Verleger, die mir dreinreden und auch keine Verkaufszahlen, die mich beeinflussen würden. Ich muss kein Geld verdienen und das ist auch gut so. Denn dadurch eröffnet sich mir auf dem Blog eine Freiheit, die ich sonst nicht habe. Texte auf dem Tintenfleck sind manchmal etwas grenzwertig, manchmal so richtig „blöd“, arbeiten mit doppelten Böden, mit (un)fairen Tricks, führen Leser an der Nase herum, wagen stets drei Experimente auf einmal und sind alles andere als konventionell. Das sind oft Dinge, die in langen Romanen, aber auch in Kurzgeschichten-Anthologien einfach nicht gehen, weil sie zu sehr herausstechen, zu sehr für sich alleine stehen und sich nicht in ein großes Ganzes einfügen würden.
Das heißt aber nicht, dass ich dort einfach die Sau rauslasse, im Gegenteil: An manchen Texten auf dem Blog arbeite ich teilweise mehrere Wochen und absolut jeder Text wird professionell lektoriert, ehe er online geht.

Für wen die Texte gedacht sind: Für Leute, die mehr wollen, als immer nur dieselben Geschichten lesen. Die Freude an anspruchsvollen Texten, unerwarteten Wendungen, feinsinnigem Humor, Anspielungen auf die Populärkultur und literarischen Experimenten haben. Von der Schnulze über einen heiteren Blick auf den Alltag bis hin zur Game-of-Thrones-Parodie ist alles dabei.
Die meisten Texte sind inspiriert von Themen, die mich auch selbst beschäftigen – und so manche Hauptfigur ist selbst ein Schriftsteller, der versucht, eine Deadline einzuhalten, eine Autorin, die mit ihrer Muse hadert oder immer im falschen Moment Ideen hat … Viele Autorinnen und Autoren mögen sich da wiedererkennen und tatsächlich gehören auch einige Mitglieder der schreibenden Zunft zu meinen Stammlesern.

Was darf für dich beim Schreiben auf keinen Fall fehlen?

Das kann ich pauschal gar nicht sagen. Ich schreibe meistens dort, wo es mich überkommt. Stift und Papier oder einen Computer brauche ich immer, aber sonst? Meine Ruhe vielleicht, dass mich keiner stört …

Welche Bücher liest du selbst gerne?

Ich lese querbeet alles. Alte Klassiker, moderne Phantastik, antike Geschichtsschreiber, kitschig-romantische Texte von heute … ich kann und mag mich nicht festlegen. Zu Autoren, die ich schätze, gehören Tolkien, Rowling, Martin, Wolf Haas, Jonathan Stroud, E.T.A. Hoffmann, Ovid, Boccaccio und viele viele mehr.

Was war das letzte Buch, das dich wirklich fasziniert hat?

Das ist eine wirklich schwierige Frage … passend zum gerade erscheinenden „Gruselmeer“ wäre das vielleicht die „Lockwood“-Reihe von Jonathan Stroud. Die Reihe spielt in einem alternativen England vor dem Beginn der Digitalisierung, das von dem „Problem“ in Atem gehalten wird: Die Toten, egal ob der letzten Jahre oder der letzten Jahrhunderte, kehren in Massen als Geister zurück. In gefühlt jedem zweiten Haus spukt es und die Berührung eines Geistes kann von der einfachen Verbrennung über irreversible Schäden bis hin zum Tod alles als Folge haben. Erwachsene können die Geister nicht sehen, nur Kinder – und so bildet man im ganzen Land junge Geisterjäger aus, die des nachts, bewaffnet mit Degen und Salzbomben (Geister mögen kein Metall und kein Salz) ausziehen, um den Toten wieder die letzte Ruhe zu geben.
Was mich hier vor allem fasziniert, ist das Bild, das Stroud von dieser Gesellschaft zeichnet. Er beschränkt sich nicht auf das Erzählen grusliger Geisterjagden, sondern gleichzeitig wird die Geschichte zur Gesellschaftsstudie: Geisterjagd ist ein lukratives Geschäft, Agenturen vermitteln Geisteraustreibungen, die meisten Agenturen werden von Erwachsenen geführt, die ohne mit der Wimper zu zucken Kinder jede Nacht in Gefahren (und manchmal den sicheren Tod) schicken.
Strouds Protagonisten sind aber die Kinder selbst – und während er spannende und gruslige Schauplätze malt, bedient er sich nicht nur vieler klassischer Erzähltechniken, die wir aus alten Gruselfilmen und Comics kennen (Geräusche, unerklärbare Kälte, besondere Gimmicks bei starken Geistern wie ein abgetrennter Kopf, Formwandler und und und), sondern Stroud durchbricht seine eigene Schaueratmosphäre immer wieder mit viel (schwarzem) Humor, bringt lustige Tollpatschigkeiten, herrliches Gezanke und macht klar, dass das eben Kinder sind, die Geister jagen – und verstärkt damit die Gefahr und den Grusel erst recht, denn erst durch den Humor wird die Düsternis noch viel düsterer.

Für mich ist er momentan einer der faszinierendsten und besten Fantasy-Autoren.

Wo findet man dich im Netz?

Mein Kurzgeschichten-Blog: http://tintenfleck.wordpress.com
Twitter: https://twitter.com/tintenfleckblog
Facebook: https://www.facebook.com/tintenfleck.blog/

Die Gruselmeer Autoren #1: Katherina Ushachov

Hallo ihr lieben,

wie bereits angekündigt, wird am 20.10.2017 unser Gruselmeer erscheinen. Ein hübsches Büchlein mit Geschichten der Schreibmeer-Autoren. Hierfür habe ich mit den Autoren der Anthologie kleine Interviews gemacht, um sie und ihre Geschichten vorzustellen.

Anfangen möchte ich heute mit Katherina Ushachov.

Autorenvita:  Ich bin Katherina Ushachov, online besser bekannt als „Evanesca Feuerblut“. Nach meinem Abschluss in „MA Weltliteratur“ lebe und arbeite ich als freie Lektorin im schönen Vorarlberg.

Im Team bin ich als weitere Autorin dabei. Außerdem lektoriere ich einen Teil der Schreibmeerartikel. Mehr oder weniger aktiv spreche ich neben Deutsch noch drei weitere Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Russisch) und pflege ein leider etwas eingerostetes Latein.

Interessentechnisch bin ich sehr weit gefächert – Sprachen, Kulturen, Wissenschaft. So bin ich leidenschaftliche Conlangerin, gehöre also zu den versponnenen Menschen, die gerne Sprachen basteln. Nicht weil es sich mit dem Aufkommen des „Herr der Ringe“-Hypes in den Nulljahren so gehört, sondern aus Leidenschaft und ganz von alleine.

Ich behaupte von mir jetzt außerdem einfach mal, dass ich mich relativ gut mit Vampiren auskenne, sofern es sich nicht um die romantische Unterart handelt, die glitzert und/oder Schulmädchen verführt. Aber ich kann Vorträge über die verschwimmenden Gendergrenzen in Anne Rice „Vampirchroniken“ aus dem Stegreif halten. Oder erklären, wieso „Dracula“ als es erschien ein sehr versautes Buch gewesen ist.

Romantik an sich ist generell nicht so mein Ding – aber ich kenne mich dafür relativ gut im Fantasy-Segment abseits der ausgetretenen Pfade aus, befasse mich aktiv mit Worldbuilding und lese fast mehr Indie- und Kleinverlagsbücher als welche der „Großen“.

Erzähl mal Katherina, worum geht es in deiner Geschichte „Ein Traum“?

Das ist schwer, ohne zu spoilern. Es geht um einen Menschen, der immer wieder träumt – und in diesen Träumen eine Begegnung hat. Und obwohl diese Begegnung nicht besonders angenehm ist, entfaltet sie einen Sog, dem sich der Mensch nicht entziehen kann.

Wie bist du auf die Idee für deine #Gruselmeer-Kurzgeschichte gekommen?

Das ist so banal, das kann ich fast nicht erzählen … Es gibt auf Facebook viele dieser „lustigen“ Seiten wie „Faktastisch“, „Made my day“ oder „Das ist schmutzig, falsch und moralisch höchst verwerflich. Bin dabei.“ Es ist keine dieser Seiten, aber eine sehr ähnliche, für Freunde des gepflegten Grusels, auf der mir die perfekte Prämisse für eine Gruselgeschichte untergekommen ist.

Verrätst du uns den ersten Satz deines Textes?

„Unser Gehirn ist nicht in der Lage, sich Gesichter auszudenken.“

Was machst du beim Schreibmeer normalerweise?

Wenn ich nicht gerade selbst Artikel schreibe, lektoriere ich die Artikel meiner Teamkolleg*innen.

Was schreibst du sonst so?

Ich habe zwei Großbaustellen beziehungsweise zwei Genres, zu denen ich immer wieder zurückkehre:
Historische Vampirfantasy mit queeren Protas und ohne Romance im Hauptplot. Und Dystopien.
Das hat sich irgendwie von selbst ergeben und ich weiß bis heute nicht, wieso eigentlich. Aber die meisten meiner Vampire gehören zum LGBTA-Spektrum. Dahinter lag keine Absicht, ich schrieb sie schon queer, als ich noch keine Ahnung hatte, wie viele Orientierungen überhaupt existieren. Inzwischen sehe ich mich als politische und auch feministische Autorin – und hoffe, dass dadurch, dass ich queere Wesen einfach einbaue, statt ein Riesengewese darum zu machen, etwas an der Wirklichkeit zu ändern. Worte sind mächtig.
Zur Dystopie bin ich dagegen sehr bewusst gekommen – ich war ein Teenager und habe das Entstehen einer Neonazibewegung in Ländern des ehemaligen Ostblocks mitverfolgt. Parallel dazu beobachtet, was die USA unter Bush mit der Welt anstellt. Also schrieb ich den ersten Roman meines Lebens unter dem Motto „Nie wieder Auschwitz“. Seither kann ich mich von der Dystopie nicht so recht lösen. Dystopische Plotbunnys laufen mir immer dann zu, wenn etwas in der Welt besonders im Argen ist. Gerade drängt ein anderes geopolitisches Thema darauf, in einem Roman verarbeitet zu werden – das mache ich im Oktober.
Ich schreibe aber auch Kurzgeschichten in diversen Genres und tüftle seit Jahren an einer Arcanepunk-Welt herum.

Woran arbeitest du aktuell?

Ich nutze den September, um den letzten Band meiner ersten Vampirromanreihe endlich zu überarbeiten.
Im Oktober möchte ich die in der vorigen Antwort erwähnte Dystopie schreiben und im November ist der NaNoWriMo und somit Zeit für #7Leben Band 3.
Darauf muss ich mich allerdings noch vorbereiten, indem ich recherchiere und zumindest grob plane, was eigentlich passieren soll.

Du hast einen ganz schön engen Zeitplan. Wie schaffst du es, jeden Monat ein neues Projekt zu bearbeiten?

Ich muss :D. Klingt vermutlich bescheuert, aber wenn ich einen Zeitplan halte, dann reicht das fast immer aus, um ihn auch einzuhalten. In der Hinsicht bin ich sehr diszipliniert. Wobei ich nicht jeden Monat ein neues Projekt anfange, ich möchte nur innerhalb eines Monats eins fertig haben.
Aber an den Monaten, die ich nicht zum Schreiben vorsehe, überarbeite ich und das kann auch mal länger dauern.

Was darf für dich beim Schreiben auf keinen Fall fehlen?

Ich bin sehr anspruchslos. Klar, am liebsten schreibe ich in meinem bequemen Chefsessel, vor zwei Bildschirmen, in meinem tollen Schreibprogramm und mit einem Glas Wasser neben mir.
Aber: Ich kann praktisch überall schreiben und unter jeder Bedingung. Meine NaNoWriMos habe ich eigentlich nur so gut gewonnen, weil ich mir angewöhnt habe, mich von Umständen nicht beeinflussen zu lassen.
Ich schreibe auf Tempotaschentücher. Über OneDrive und Onlineword. In einem Online-Wörterzähler. In One-Note. Auf Handys mit T9.
Was nicht fehlen darf, wären somit vermutlich meine Hände 😀

Welche Bücher liest du selbst gerne?

Ich glaube, es ist einfacher zu definieren, was ich nicht gerne lese und das ist alles, wo Romance den Hauptplot stellt – oder der romantische Subplot zu sehr in den Vordergrund drängt. Geschichten mit viel Herzschmerz und „Kriegt sie/er ihn/sie oder nicht?“ interessieren mich einfach nicht besonders – ich kann mich leichter in einen dreiköpfigen Assassinen vom Planeten Morsmordre hineinversetzen, als in eine verliebte Teenagerin.
Das gleiche Problem habe ich mit auf Erotik ausgerichteten Plots, in denen es darum geht, wer, mit wem und auf welche Weise.
Das soll keine Herabwürdigung dieser Romane sein, ich bin mir sicher, es gibt handwerklich großartige Liebesromane und hervorragende erotische Literatur. Aber ich bin nicht deren Zielgruppe.
Dafür tummeln sich neben Fantasy in vielen Spielarten, Science-Fiction und so manchem historischen Roman ziemlich viele Sachbücher zu allen möglichen Themen in meinem Regal. Ich habe ein riesiges Lexikon der Geheimbünde, ein Buch über russische Zarinnen und eins mit Aufsätzen über das Attentat in der Menschheitsgeschichte. Es gibt Sachbücher, für die würde ich mir vermutlich einen Fuß abhacken lassen, um sie in die Finger zu kriegen.

Das klingt für mich so, als sei dir ein fundiertes Hintergrundwissen für deine Geschichten sehr wichtig. Wie sehr dürfen, deiner Meinung nach, Fantasyelemente die Realität beugen?

So wenig wie möglich. Innerhalb der Welt muss es in sich schlüssig sein – wenn es fliegende Schweine gibt, dann bitte keine dicken rosa Grunztiere mit Puttenflügeln. Da soll dann bitte solide recherchiert werden, wie so ein fliegendes Schwein am Plausibelsten aufgebaut wäre. Wo hat es Muskelansätze? Wo kann es durch Lufteinlagerungen Gewicht sparen? Kann es wirklich fliegen oder nur flattern wie ein Huhn?
Ich besitze beispielsweise zwei Grundlagenwerke zur Astrophysik, um meine Fantasyelemente wissenschaftlich zu unterfüttern. Außerdem habe ich früher viele populärwissenschaftliche Zeitschriften verschlungen. Eins meiner Bücherregale ist zu 70% mit Sekundärliteratur gefüllt, weil mir Fakten und Hintergründe wichtig sind. Fantasy ist nicht die Lizenz zum Unlogischsein.

Wo findet man dich im Netz?

Ich bin im Netz recht umtriebig, auch wenn ich je nach Portal unterschiedlich aktiv bin. Hier erstmal die üblichen Verdächtigen:

Website:  https://feuerblut.com/

Twitter:  https://twitter.com/evanesca

Instagram:  https://www.instagram.com/evanesca_feuerblut/

Facebook: https://www.facebook.com/katherina.ushachov.autorin

Außerdem betreibe ich ein Forum für Autor*innen (das http://www.antikreatief.de/ ), bin selbst Mitglied in mehreren hervorragenden Schreibforen (besonders hervorheben möchte ich hier den Tintenzirkel), gehöre zu den Autorinnen der Märchenspinnerei (http://maerchenspinner.layeredmind.de/) und zu den Nornen im Nornennetz (http://nornennetz.aeom.de/).

#Gruselmeer

Hallo ihr lieben,

jetzt ist es so weit, ich darf offiziell verkünden, was es mit dem #Gruselmeer auf sich hat. Am 20.10.2017 erscheint die zweite Anthologie der Schreibmeer-Autoren. Ihr könnt es euch anhand des Titels und des Erscheinungszeitraumes wohl schon denken … es wird gruselig. In unseren Kurzgeschichten entführen wir euch an magische, unheilvolle und auch grausige Orte. Taucht mit uns ein in die finstersten Ecken des Schreibmeers.

Ich bin auch mit meiner Kurzgeschichte „Das Amulett von Whitby“ vertreten. Worum es genau geht wird noch nicht verraten. Hier ein winzig kleiner Ausschnitt:

Das Jahr 2017 oder so …

Hallo ihr lieben,

bis auf die Schreibkicks war es hier einige Zeit lang ziemlich still. Das liegt daran, dass ich gerade in meinem Brotjob ziemlich viel zu tun habe und trotzdem versuche, nebenher fleißig an einigen Projekten zu arbeiten. Aber jetzt wird es mal wieder Zeit, euch an meinen Plänen teilhaben zu lassen.

#Gruselmeer

Da wäre zum einen das Projekt #Gruselmeer, an dem ich gemeinsam mit einigen anderen Autoren arbeite. Meine Geschichte steht, befindet sich gerade in einem der vielen, vielen Überarbeitungsschritte und wächst und gedeiht. Mehr kann ich euch dazu momentan leider noch nicht verraten. Aber ihr dürft gespannt sein … 🙂

#Voodoo

Zum anderen arbeite ich fleißig an meinem neuen Roman. Der Arbeitstitel lautet #Voodoo. Dabei wird es nicht bleiben – versprochen. Mir fällt aber auch einfach nichts besseres ein. Dieser Text wird noch etwas dauern … so langsam nimmt die Sache aber Formen an.

#schräg

Auf Wattpad veröffentliche ich außerdem seit Februar ein paar Kurzgeschichten. Alles, was sich im Laufe der Zeit so gesammelt hat. Von fantastisch bis einfach schräg. Jeden Sonntag (wenn ich es nicht vergesse) gibt es einen neuen Teil.

#Schattendrache

Dazu sag ich mal noch garnichts *muhahahahaha*

Nevia und das Geheimnis der Elfenmagie

Der ein oder andere von euch hat es vielleicht schon gesehen. Ich bin seit neuestem bei snipsl. Über die App werde ich nach und nach meine kleine Nevi veröffentlichen. Ja, die Geschichte ist fertig, von einigen Testlesern für gut befunden, aber noch lange nicht ausgereift. Daher freue ich mich über Leser und Feedback.

Das Cover ist in einer Nacht-und-Nebel Aktion entstanden:
„Ooooh snipsl, was is denn das?“,
„Ah, das wäre doch cool für Nevi, mal beim Support fragen, wie man Autor wird!“
An dieser Stelle mit langer Wartezeit gerechnet. Fünf Minuten später: „Okay, ich bin bei snipsl. Waaaaah! Ich brauche ein Cover! SCHNELL!“
Dafür ist es doch ganz gut geworden, oder?

Worum gehts?

Nevia, die von allen nur Nevi genannt wird, ist ein Trollmädchen. Sie gilt als tollpatschig, ständig fällt ihr etwas um oder geht zu Bruch. Doch dann trifft sie Audrina Gilby, ihre Klassenlehrerin, die mehr hinter Nevis Schusseligkeit vermutet: Elfenmagie. Sie beginnt zu üben und entdeckt ungeahnte Fähigkeiten in sich.
Voll neuer Hoffnung versucht Nevi, ihrer Lehrerin gegen ein paar Geldeintreiber beizustehen. Doch dabei legt sie sich mit der einflussreichsten Frau in Fuchseck an, was dramatische Folgen für sie, Frau Gilby und das ganze Dorf hat.

 

 

 

Leipziger Buchmesse

Außer der vielen Arbeit und dem ganzen Geschreibe, bin ich nebenher dabei, gemeinsam mit den Wortstürmern unseren Messebesuch auf der Leipziger Buchmesse zu planen. Für mich heißt das hauptsächlich, Termine koordinieren: Wann will ich wo sein um wen zu treffen? Falls ihr mich besuchen wollt, viel Zeit werde ich am Stand der Wortstürmer (Halle 5 D502, in der Nähe der Bloggerlounge) verbringen. Also schaut doch einfach mal dort vorbei.

#Schreibkicks

Hier bleibt alles wie immer. Monatlich gibts ein Thema, wer mag, darf dazu einen Text schreiben (alles Geschriebene zählt, egal ob Kurzgeschichte, Songtext, Haiku …) und es zum 1. des nächsten Monats auf seinem Blog oder sonstwo posten. Bescheid geben nicht vergessen, damit ich euch verlinken kann. 🙂

So, das wars dann vorerst mal von mir und meiner Jahresplanung 2017.
Viele liebe Grüße,
Sabi

NaNoWriMo 2016 – Tinkas Fragen 2

nanowrimo_2016_webbadge_participant-180Hallo ihr lieben,

weiter gehts mit Tinkas Fragen.

 

1. Wirst du direkt am 1. November um 0 Uhr starten?

Ich habe nicht um 0 Uhr angefangen, denn da habe ich bereits geschlafen. Dafür aber jetzt. Wir haben 9:30 Uhr morgens, ich habe meine Tasse Kaffee neben mir stehen und Knabberzeugs. Bin also bestens gerüstet.

 

2. Was möchtest du in diesem NaNo schreiben? Warum möchtest du ausgerechnet diese Geschichte aufschreiben?*

Ich weiß gar nicht, wie viel ich schon verraten möchte. Der Arbeitstitel meines Romans lautet „Voodoo“. Und darum wird es auch gehen. Aber es wird keine Horrorgeschichte. Sie wird vermutlich auch ohne Zombies und Voodoopuppen auskommen. Sie spielt in Berlin. Ich habe in den letzten Wochen viel über den ursprünglichen Voodoo aus Benin gelesen und werde eher Elemente aus dieser Kultur verwenden. Im Juni habe ich im Schreibmeer schon einen Artikel zum Thema verfasst.

 

3. Was hat dich auf die Idee für deine Geschichte gebracht?*

Eine Reportage über den Weltklimagipfel. Ja, das mag jetzt im ersten Moment zusammenhanglos klingen, aber so wars eben 😉

 

4. Schreibst du mit Musik oder lieber ohne? Was ist dein liebster Song/deine liebste Playlist zum Schreiben?*

Ich denke, vor allem die ersten Szenen werde ich mit Musik schreiben. Das passt so schön, da sie in der Berliner Partyszene spielen. Ich muss mir aber noch den richtigen Soundtrack zusammensuchen.
Generell schreibe ich mal mit und mal ohne Musik. Je nach Stimmung. Prinzipiell höre ich beim Schreiben aber nur rein instrumentale Musik. Sprache lenkt mich zu sehr ab. Während ich an den Trollen geschrieben habe, lief häufig der Soundtrack zu „Herr der Ringe“.

 

5. Warum stellt sich dein Antagonist gegen den Protagonisten?*

Mein Protagonist stellt sich gegen den Antagonisten. Mein Antagonist hat einen „allgemeineren“ Gegner.

 

Mood-Frage: Wie Motiviert bis du auf einer Skala von 1 – 10?

So bei 7. Ich bin echt motiviert. Wenn ich dann aber in meinen Kalender blicke und sehe, was „drumrum“ noch so alles los ist, sinkt die Stimmung  😀

Alles liebe,
Sabi

NaNoWriMo 2016 -Tinkas Fragen

nanowrimo_2016_webbadge_participant-180Hallo ihr lieben,

die Tinka hat pünktlich zum NaNoWriMo wieder Fragen für Teilnehmer veröffentlicht. Und da ich dieses Jahr auch wieder dabei bin, lasse ich es mir natürlich nicht nehmen, die Fragen zu beantworten.
Übermorgen geht es dann wieder los. Weltweit setzen sich Autoren an ihre PCs, Laptops und Notizbücher und schreiben, schreiben, schreiben ohne Ende. Das Ziel sind 50.000 Wörter in einem Monat.

 

Frage 1: In wenigen Wochen ist es soweit, der NaNoWriMo beginnt. Ist dies dein erster NaNo und weißt zu schon, was du schreiben möchtest?

Nein, es ist nicht mein erster NaNo. Ich nehme zum dritten Mal teil. Bisher habe ich allerdings nie gewonnen. Neben dem ganzen beruflichen Alltag ist es mir kaum möglich, die 50.000 in einem Monat zu knacken. Aber das gemeinsame Schreiben, die Schreibtouren und der Austausch in den Gruppen sind wahnsinnig motivierend und machen einfach nur Spaß.

Ja, ich weiß schon was ich schreiben werde. Ich recherchiere bereits seit Wochen für diesen Roman und freue mich darauf, endlich anfangen zu können. Allerdings werde ich in der ersten Woche meine Recherchen noch abschließen und mein letztes Projekt beenden. Den Trollen fehlt nämlich nach wie vor ihr großes Finale – ich bin aber schon viel näher dran! 😉

 

Frage 2: Wie bereitest du dich auf den NaNoWriMo vor?
Recherche, Recherche, Recherche. Ich habe mir heute erst zwei weitere Bücher bestellt. Außerdem habe ich bereits ein erstes Exposé, das die Handlung in ihren Grundzügen umfasst. Innerhalb der nächsten Woche werde ich die Geschichte um Details erweitern und schließlich einen Szenenplan erarbeiten. Dann geht es mit dem Schreiben los.
UND: Tee-shopping! Ganz wichtig! Ich brauche Tee! Das muss ich morgen unbedingt noch erledigen.

 

Frage 3: Welches Ziel hast du im NaNoWriMo? Reichen dir die 50.000 Wörter oder möchtest du mehr schaffen?
Mal sehen. Dabei sein ist alles 🙂

 

Frage 4: Hast du eine spezielle Strategie für den NaNoWriMo? Möchtest du jeden Tag die gleiche Wortzahl schaffen oder du zu den Blitzstartern gehören, die die 50.000 Wörter schon nach den ersten Tagen erreichen?
Ich werde versuchen, jeden Tag ein paar Wörter zu schreiben. So gut es geht natürlich die 1667. Aber ich werde es zeitlich nicht immer schaffen. Mal sehen, inwiefern ich die zahlenmäßig schwachen Tage an den Wochenenden ausgleichen kann.

 

Frage 5: Was erwartest du für dich und dein Schreiben vom NaNoWriMo?

Für mein Schreiben? Keine Ahnung. Dank der guten Vorbereitung hoffe ich, dass ich zügig voran komme. Ansonsten erwarte ich eine schöne (und anstrengende) Zeit und einen tollen Austausch mit anderen Schreiberlingen.

Alles liebe,

Sabi

Mein Tag auf der 1. internationalen Autorenmesse in Frankfurt

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Die erste internationale Autorenmesse ist vorbei. Mein Fazit? Nicht viel Neues gelernt, dafür viele coole Leute getroffen. Aber fangen wir von vorne an …

Die Autorenmesse fand im Hörsaalkomplex der Uni Frankfurt statt. Verteilt auf gut zwei Stockwerke, präsentierten eine Hand voll Aussteller ein paar Flyer, wenige Bücher und irgendwelches Marketingzeugs, mit dem ich nicht viel anfangen konnte. Nach 10 Minuten hatte ich alles gesehen – nicht so spannend. Also auf zu den Seminarräumen, in die Vorträge.

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Mit den Vorträgen, die ich mir ausgesucht hatte, hatte ich anscheinend viel Glück. Von anderen hörte ich häufiger, dass sie aus den Räumen geflüchtet seien, weil die Präsentationen so schlecht waren oder schlichtweg das Thema verfehlten (#FallEtzold).

Als erstes war ich bei Jurenka Jurk von www.schreibfluss.com. Sie gab den Zuhörern einen Überblick über sämtliche Tools, die man so zum Schreiben verwenden kann. Angefangen bei den Schreibtypen („Bauchschreiber vs. Kopfschreiber“), über den Aufbau eines Romans am Beispiel der Heldenreise, bis hin zu Tipps beim Überarbeiten. Nichts, was man nicht schon irgendwo gelesen hätte, wenn man sich mit dem Thema Schreiben bereits beschäftigt hat. Dennoch war es ein guter Vortrag. Die Darstellung der Spannungskurve in Form einer „Dramamaus“ wird mir im Gedächtnis bleiben.

Im Vortrag von Caroline Funke zum Thema „Digitales Publizieren im Verlag“ habe ich mich erstmal gefreut, Axel Hollmann von den Schreibdilettanten wiederzutreffen, dem ich bereits auf der Frankfurter Buchmesse begegnet bin. In dem Vortrag habe ich dann genau das erfahren, was ich mir erwartet habe: Wie läuft das bei Forever und Midnight mit dem Publizieren? Das könnte für mein nächstes Projekt nach den Trollen eventuell interessant werden. Besonders begeistert war ich von den schnellen Antwortzeiten. Während man bei großen Verlagen häufig monatelang auf eine Rückmeldung wartet, meinte Caroline Funke, dass sie sich bemühen würden, innerhalb von zwei Wochen zu antworten.

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Bereits nach der zweiten Vortragsrunde liefen die Twitteraccounts heiß. Die ersten waren aus Vorträgen geflohen, oder beschwerten sich darüber, dass das Thema verfehlt wurde. Gesprächsthema Nummer 1: Herr Etzold, der in seiner Veranstaltung zum Storytelling angeblich von seiner Hochzeit berichtete und anschließend aus seinem Buch vorlesen wollte. Daraufhin verließ ein Teil der Besucher den Raum.

Nach einer Portion Gnocci, für die ich gut 30min anstand, die zur einen Hälfte knallheiß und zur anderen Hälfte eiskalt war, kam ich dann viel zu spät in den Vortrag von Tanja Steinlechner vom Schreibhain. Die Veranstaltung war mir zuvor von Juliana Fabula empfohlen worden. Auf der Buchmesse sei sie sehr gut gewesen. Als ich eintraf befand sich die Dozentin gerade in einer Diskussion mit einem der Zuhörer. Er berichtete über seine Probleme beim Schreiben, fragte dann nach Methoden zum plotten. Mein Gedanke: „Na toll, wieder nix Neues.“ Ich spielte schon mit dem Gedanken, wieder zu gehen, als die Vortragende geschickt zum eigentlichen Thema überlenkte. Sie gab Tipps zum Umgang mit dem inneren Kritiker (über den ich hier auch schon geschrieben habe), den man während dem Schreiben gerne verbannen darf, der beim Überarbeiten aber ein wichtiger Weggefährte ist. Besonders unterhaltsam fand ich die Überschrift: „Autoren leben Polygam: Das Schreiben, der andere Partner“. Sie rief dazu auf, dem Schreiben genügend Raum zu geben, denn schreiben braucht Zeit. Alles andere mache sonst mit der Zeit unglücklich.

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Mein persönliches – etwas schräges – Highlight der Vortragsreihe war dann die Veranstaltung „Wer hat Angst vorm weißen Blatt“ von Gabriele Borgmann. Die ersten Minuten verbrachte ich damit, mir das Augenrollen zu verkneifen. Nachdem sie ersteinmal Werbung für ihr Buch ausgeteilt hatte, klangen die ersten Sätze der Vortragenden auswendig gelernt und waren mit „weisen“ Zitaten gespickt (Waaaah! Hilfe!). Dann ging es um Schreibtipps in Form eines Cocktails mit #Sprudelperlen (das Augenrollen zu unterdrücken war jetzt eine echte Kraftanstrengung). Dann die praktischen Tipps:
Das Datum „4.12.2016“ aufschreiben, das sei in einem halben Jahr. Damit versprachen wir uns, bis dahin unseren Roman fertig zu bekommen.
Den Anfang schreiben (einfach anfangen, später verändern).
Als nächstes, Pre-writing. Ich weiß nicht mehr, wie sie es einleitete, aber wir sollten uns überlegen, was wir den Menschen mit unserem Text mitteilen wollen – 10min schreiben (meine Augen rollten sich jetzt von ganz alleine, ich war machtlos). Ich machte die Übung mit, mit dem Gedanken, wenigstens darüber bloggen zu können. Dann kam die Wende: Ich schrieb und schrieb und schrieb und nach 10 min hatte ich eines der größten Probleme für mein Projekt nach den Trollen gelöst. Eine Frage über die ich seit einigen Wochen nachdenke, einfach so, in 10 min in Luft aufgelöst. Ich war happy und an Augenrollen war nicht mehr zu denken.
Ich weiß nicht, ob es an meiner veränderten Stimmung oder tatsächlich an den Inhalten lag, aber den Rest der Veranstaltung fand ich eigentlich echt gut. Sie gab noch ein paar Hinweise zur Verwendung von Adjektiven und Adverben und ermunterte uns, überraschende Wörter zu verwenden. Außerdem sollten wir unsere Aufmerksamkeit auf den letzten Satz legen, denn der letzte Eindruck sei oft der, der bleibt.

Danach hatte ich genug von den Veranstaltungen. Ich hatte mein persönliches Highlight gefunden. Zusammen mit ein paar Schreibnächtlern saß ich ein wenig auf der Terrasse und schnupperte dann noch kurz beim Buchcontest rein, wo mich besonders Detlef Plaisier und Fabian Freigeist mit ihren Lesungen beeindruckten.

Es war Zeit für den Aufbruch, schließlich wollte ich am Abend noch zum Treffen der Schreibnacht und vorher kurz in die Jugendherberge, mein Handy wieder aufladen. Der Abend im Lokal „Das Leben ist schön“ war ein perfekter Ausklang für den Tag. Es wurde über den neuesten Plagiatsfall diskutiert, übers Schreiben gefachsimpelt und es gab richtig gutes Essen. Was will man mehr?

Auf meinem Heimweg über den Eisernen Steg entstanden noch ein paar Fotos von Frankfurt bei Nacht. Dann fiel ich totmüde ins Bett.

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Werde ich nochmal zur Autorenmesse nach Frankfurt fahren? Ich weiß es nicht. Das Programm war hauptsächlich auf Menschen ausgelegt, die sich noch nicht ausführlich mit dem Schreiben beschäftigt haben- lohnt sich also nicht, wenn man bereits seit ein paar Jahren dabei ist. Was daran nun international gewesen sein soll, frage ich mich auch. Die Leute zu treffen war cool, aber so kommunikativ wie auf den großen Buchmessen war es nicht. Sollte das Konzept so bestehen bleiben, wird die Messe in Zukunft also wahrscheinlich ohne mich stattfinden. Ich komme dann zur „Afterparty“ vorbei 😉

Mein persönliches Lieblingsfoto entstand dann Sonntagmorgen auf dem Weg zur U-Bahn. Die Hochhäuser in den Wolken:

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Liebe Grüße,
Sabi

Besuch in Fuchseck & Statusupdate „Trolle“

Willkommen in Fuchseck!

Hallo ihr lieben,

letztens stand ich quasi mitten in Fuchseck … also bevor es gebaut wurde … oder so.

Wir waren im Urlaub in der Schweiz und als ich mir das Tal so ansah, in dem wir uns befanden, ist mir aufgefallen, dass es ganz gut als Kulisse für meine Trolle herhalten könnte.

Okay, das Tal, in welchem Audrina und Nevia leben, ist in meiner Vorstellung noch etwas tiefer und dunkler. Die Hänge sind im unteren Teil mit Nadelbäumen bewachsen (wie auf dem 3. Bild), während die grauen Gipfel darüber weit in den Himmel ragen (wie auf Bild 1), ansonsten passt es aber schon ganz gut.
Ganz da hinten, am Horizont, würde sich die Kreidefabrik von Urte Borg befinden, dahinter der Kreidebruch. Auf der rechten Seite, etwas außerhalb, die Schule. Die Gebäude im Dorf, welches sich über die gesamte Fläche verteilt, sind aus grob gehauenem Stein. Abends sieht man in den Felsen kleine Lichter leuchten, denn viele Trolle leben ganz ursprünglich in Höhlen. Allerdings größtenteils mit fließend Wasser und Kamin.

Statusupdate

Mit „Trolle“ komme ich gerade ziemlich gut voran. Ich hing eine Weile an einer Schlüsselszene, in der einiges enthüllt wird. Die Stelle wird mich beim Überarbeiten auch nochmal ordentlich beschäftigen, denn ganz zufrieden bin ich damit immer noch nicht. Aber jetzt wird einfach erstmal fertig geschrieben. Ich plane, mit dem ersten Entwurf Mitte Mai fertig zu sein.

Liebe Grüße,
Sabi